Wertschöpfungsbericht: Wie Raiffeisen zum Wohlstand beiträgt

Die Raiffeisen-Gruppe trägt maßgeblich zu Wohlstand und Wachstum in Österreich bei, zeigt der neue Wertschöpfungsbericht.

Der Österreichische Raiffeisenverband (ÖRV) hat vom Wirtschaftsforschungsinstitut Economica erneut einen ökonomischen Fußabdruck von Raiffeisen Österreich berechnen lassen. Nach dem ersten Wertschöpfungsbericht der Raiffeisen-Gruppe auf Basis von Daten aus dem Jahr 2022, war nicht zuletzt durch das schwierige wirtschaftliche Umfeld, die weiterhin hohe Inflation, aber auch aufgrund des regulatorischen Drucks eine neuerliche Bewertung der volkswirtschaftlichen Effekte, die durch die Raiffeisen-Gruppe in Österreich ausgelöst werden, notwendig. 

Mit diesem Wertschöpfungsbericht auf Basis von Daten der Raiffeisen Bankengruppe, den Lagerhaus-Genossenschaften und der Raiffeisen Ware Austria AG sowie nun zum ersten Mal auch den At Equity-Beteiligungen kann ein umfassendes Bild jener ökonomischen Effekte gezeichnet werden, die durch die laufende Geschäftstätigkeit im Jahr 2024 einerseits, aber auch erstmals durch die getätigten Investitionen der Raiffeisen-Gruppe im Zeitraum von 2018 bis zum Jahr 2024 andererseits entstehen. 

Die Studienergebnisse belegen erneut, dass Raiffeisen in Österreich maßgeblich zu Wohlstand und Wachstum beiträgt und damit das Land stärker als jede andere Unternehmensgruppe bewegt. 

Die Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen: Der gesamtwirtschaftliche Beitrag von Raiffeisen liegt bei 14,7 Milliarden Euro. Die Raiffeisen-Gruppe sichert 109.000 Arbeitsplätze, was der Einwohnerzahl von Klagenfurt entspricht, und leistet 5,2 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben – mehr als das Aufkommen an Mineralölsteuer und Grunderwerbsteuer zusammen. „Diese Ergebnisse zeigen deutlich, wie kraftvoll das Zusammenwirken vieler einzelner Genossenschaften ist und welchen volkswirtschaftlichen Beitrag Raiffeisen in Summe für Österreich leistet“, zeigt sich Generalanwalt Erwin Hameseder stolz. 

Einen der bedeutendsten Erfolgsfaktoren sieht Hameseder darin, dass die Österreicherinnen und Österreicher Eigentümer ihrer Raiffeisen-Genossenschaften sind. Als Mitglieder bestimmen sie maßgeblich die strategische Ausrichtung ihrer Unternehmen mit. „Durch die Einbindung der Menschen ist Raiffeisen tief in den Regionen verwurzelt. Die Genossenschaften investieren ihre Gewinne wieder vor Ort in die lokale Wirtschaft, schaffen Arbeitsplätze, sichern Versorgung und tragen damit maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilität in ländlichen Räumen bei“, fasst Hames­eder zusammen und betont: „Diese regionale Wertschöpfung stärkt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit einzelner Gemeinden, sondern ist ein zentraler Baustein für die positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Dabei steht nicht der kurzfristige Profit, sondern die langfristige Förderung der Mitglieder im Mittelpunkt. Dieser Förderauftrag macht Raiffeisen erst so relevant für ganz Österreich.“ 

Wertschöpfungseffekte

Die aussagekräftigste Kennzahl für den volkswirtschaftlichen Mehrwert eines Unternehmens ist die Bruttowertschöpfung, welche in die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung – und damit auch in das Bruttoregional- und Bruttoinlandsprodukt – einfließt. Im Jahr 2024 generierte die Raiffeisen-Gruppe inklusive At Equity-Beteiligungen einen Bruttowertschöpfungsbeitrag in Höhe von 11,48 Mrd. Euro. Inklusive der Effekte aus der Herstellung der Handelsware liegt der gesamtwirtschaftliche Beitrag bei 14,2 Mrd. Euro. Das entspricht 3,3 Prozent der heimischen Wertschöpfung und ist damit fast zweieinhalbmal so groß wie die Wertschöpfung der heimischen Rechtsberatung und Wirtschaftsprüfung (5,8 Mrd. Euro). Ergänzt um die volkswirtschaftlichen Effekte aus den von der Raiffeisen-Gruppe getätigten Investitionen liegt der gesamtwirtschaftliche Beitrag der Raiffeisen-Gruppe bei 14,7 Mrd. Euro.

Jeder 30. Euro, der in Österreich erwirtschaftet wird, ist damit der Raiffeisen-Gruppe zuzuschreiben. Der Wertschöpfungsmultiplikator der Raiffeisen-Gruppe für das Jahr 2024 liegt bei 1,49 und gibt somit an, dass durch jeden Euro, der seitens der Gruppe selbst erwirtschaftet wurde, weitere 0,49 Euro an Wertschöpfung in Österreich ausgelöst werden. 

Beschäftigungseffekte

Im Jahr 2024 beschäftigte die Raiffeisen-Gruppe 65.843 Personen, in Vollzeitäquivalenten 56.262. Neben den direkten Beschäftigten sind für die Volkswirtschaft auch jene Arbeitsstellen relevant, die im Vorleistungsnetzwerk entstehen beziehungsweise gesichert werden. Ergänzend um die damit verbundenen indirekten Beschäftigungsverhältnisse und jene des induzierten Bereichs (also jene Beschäftigung, die über den erweiterten Konsum der direkt und indirekt Beschäftigten ausgelöst wird), ergibt sich ein totaler Beschäftigungseffekt für die Raiffeisen-Gruppe von 102.491. Inklusive der Beschäftigungseffekte aus den Investitionen sichert Raiffeisen Österreich insgesamt 109.000 Arbeitsplätze – das entspricht der Einwohnerzahl von Klagenfurt.  

Steuern und Abgaben

Der fiskalische Beitrag der Raiffeisen-Gruppe ergibt sich aus der Summe der direkten Steuer- und Abgabenleistungen und den mittels einer Steuermatrix aus den indirekten und induzierten Wertschöpfungseffekten abgeleiteten Steuer- und Abgabeneffekten. Im Jahr 2024 betrugen alle Steuern und Abgaben 3,72 Mrd. Euro. Inklusive der Steuern und Abgaben der indirekten und induzierten Effekte entsteht für Österreich der totale fiskalische Effekt von 5,03 Mrd. Euro. Das ist mehr als das Aufkommen an Mineralölsteuer und Grunderwerbsteuer zusammengenommen und entspricht 2,3 Prozent der gesamten Steuer- und Abgabeneinnahmen des Bundes. Ergänzt um die Effekte aus der Investitionstätigkeit ergibt sich eine gesamte Steuer- und Abgabenleistung von 5,2 Mrd. Euro.  

AusgabeRZ05-2026

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