KI: „Mensch mit Maschine ist ein unschlagbares Team“

Trotz des Fortschritts Künstlicher Intelligenz brauche es weiterhin menschliche Kreativität, erklärte der Rektor der TU Graz, Horst Bischof, bei der ÖRV-Informationstagung.

„Es wird kaum einen Bereich geben, der von Künstlicher Intelligenz unberührt bleibt“, ist Horst Bischof, Rektor der TU Graz, überzeugt. In Zukunft würden alle unsere Interaktionen mit der digitalen Welt durch KI-Assistenzsysteme vermittelt, die es uns ermöglichen, Innovationskraft und Kreativität in nie dagewesener Geschwindigkeit zu nutzen. Die Stärke der KI liege aber in der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine: Die Technologie könne Menschen unterstützen, Daten effizienter zu nutzen, Prozesse zu automatisieren und kreative Potenziale freizusetzen, aber sie ersetze nicht die menschliche Erfahrung und Urteilsfähigkeit. Die Zauberformel heiße „3M“ – Mensch mit Maschine. Das sei ein unschlagbares Team, lautet Bischofs Kernbotschaft bei der Informationstagung des ÖRV. 

KI bzw. AI (Artificial Intelligence) sei weit mehr als ein technischer Hype. KI sei vielmehr wesentlicher Bestandteil von Innovation und betrieblicher Optimierung: „KI ist keine abstrakte Spielerei, sondern konkretes Werkzeug für Effizienzsteigerung und Wettbewerbsfähigkeit, die Unternehmen und Forschungseinrichtungen nutzen müssen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen“, ist Bischof überzeugt.

Ende des Hypes?

Dass KI in naher Zukunft autonome Intelligenzen mit menschlichem Bewusstsein hervorbringen oder klassische Fachkräfte ersetzen werde, sieht Bischof nicht. „AI hat alle Internet-Texte bereits gelesen. Die Modelle werden also nicht viel besser werden und der AI-Hype dürfte heuer vorbei sein“, so seine Erwartungen. 

KI-Systeme könnten heute vor allem dort sinnvoll eingesetzt werden, wo große Datenmengen analysiert, Muster erkannt und Vorhersagen getroffen werden müssen. Grundsätzlich sollte KI als Chance gesehen werden und nicht als Bedrohung. Fest stehe aber, dass es die menschliche Kreativität in der KI auch weiterhin brauche. „Denn nur, wenn Mensch und Maschine zusammenarbeiten, werden wir vom Fortschritt profitieren“, unterstreicht Bischof.

AusgabeRZ05-2026

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