Raiffeisen Salzburg: And the Oscar goes to …

In Salzburg wurden bei den Vertriebsmeisterschaften die zehn erfolgreichsten Raiffeisenbanken und Verbandsfilialen 2025 ausgezeichnet. Die RB Saalbach-Hinterglemm-Viehhofen sicherte sich den ersten Platz.

Raiffeisen kann also auch Hollywood. Der rote Teppich war ausgelegt, die Outfits elegant, das Blitzlicht zuckte und die Sterne des „Walk of Fame“ säumten den Boden. Die diesjährigen Vertriebsmeisterschaften des Raiffeisenverbandes Salzburg (RVS) standen unter dem Motto „Raiffeisen goes Hollywood“. 

Bei all dem Glamour hätte es wohl niemanden überrascht, wenn ein paar Filmstars zur Tür hereingeschlendert wären. Doch auf dem „Hollywood Boulevard“ im Salzburger Loft waren nicht Meryl Streep oder Tom Hanks verewigt, sondern die Raiffeisenbank Radstadt oder die Raiffeisenbank Unken. Ausgezeichnet wurden keine Filmrollen oder Drehbücher, sondern Engagement und Leistung. 

Traditionell messen sich die 33 selbstständigen Salzburger Raiffeisenbanken und die RVS-Filialen monatlich an Vertriebsergebnissen in den sieben Kategorien Investitionen, Kundentreue, Ansparen, Veranlagung, Liquidität, Vorsorge und Risikoabsicherung sowie Zahlungsverkehr und Digitalisierung. Die Betreuung entlang dieser Disziplinen schaffe stabile Kundenbeziehungen – und bilde das Fundament für den Vertriebserfolg, so der RVS.

Große Bedeutung des Wettbewerbs

Bei den Vertriebsmeisterschaften wurden die zehn erfolgreichsten Banken und Filialen des Jahres 2025 ausgezeichnet. Den Gesamtsieg sicherte sich die Raiffeisenbank Saalbach-Hinterglemm-Viehhofen, sie erreichte 75 Prozent der möglichen Punkte und wurde sechsmal Monatssieger. Platz zwei ging an die Raiffeisenbank Radstadt, die landesweit die Nummer eins beim Thema Vorsorge und Risikoabsicherung war. Den dritten Platz holten sich die Mitarbeiter der Raiffeisenbank Großarl, die den Bereich Investitionen für sich entschieden.

Gruppenbild der RVS-Geschäftsleitung und den Verantwortlichen der RB Saalbach-Hinterglemm
Die Sieger von der RB Saalbach-Hinterglemm-Viehhofen mit der RVS-Geschäftsleitung: Manfred Quehenberger, Andreas Derndorfer, Anna Doblhofer-Bachleitner, Manuel Salzmann, Martin Ottino, Hansjörg Ehammer und Heinz Konrad © RVS

Auf Rang vier kam die RVS-Filiale in Oberndorf, die in der Kategorie Zahlungsverkehr und Digitalisierung 100 Prozent der möglichen Punkte bekam. Den fünften Platz belegte der Vorjahressieger, die Raiffeisenbank Unken.

Die Mitglieder der RVS-Geschäftsleitung, Heinz Konrad, Anna Doblhofer-Bachleitner, Manfred Quehenberger und Andreas Derndorfer, übergaben an diesem Abend die Auszeichnungen. „Dass heute alle Geschäftsleiter vertreten sind, zeigt die Wertschätzung und die Bedeutung des Wettbewerbs“, sagte Generaldirektor Heinz Konrad.

Rekordergebnis für Raiffeisen Salzburg

Wirtschaftlich betrachtet sei das Jahr 2025 eine Herausforderung gewesen, betonte der Generaldirektor. Österreich gehörte nach wie vor zu den EU-Schlusslichtern, zudem belasteten die hohe Inflation der vergangenen Jahre und eine zurückhaltende Konsumneigung die Konjunktur. „Es gab kaum Wirtschaftswachstum und es herrschte eine große Verunsicherung“, sagte Konrad. Auch für das laufende Jahr seien die Aussichten verhalten.

Trotz dieser widrigen Rahmenbedingungen war 2025 ein Rekordjahr für Raiffeisen Salzburg. Dass man in diesen Zeiten so ein „großartiges Ergebnis“ erzielt habe, sei vor allem der Leistung und dem Engagement der Mitarbeiter der Raiffeisenbankengruppe Salzburg zu verdanken, betonte Konrad. 

„Vor zehn Jahren waren solche Zahlen noch undenkbar.“

Heinz Konrad

In der konsolidierten Betrachtung – also der Raiffeisenverband und die 33 selbstständigen Raiffeisenbanken – wurde ein Betriebsergebnis von „etwa 300 Millionen Euro“ erwirtschaftet. Im Jahr 2024 waren es noch 257 Millionen Euro gewesen. Konrad hielt fest: „Vor zehn Jahren waren solche Zahlen noch undenkbar.“

Einmaleffekt durch Anteilsverkauf

Der Generaldirektor hatte bereits beim diesjährigen Neujahrsempfang in der Felsenreitschule durchblicken lassen, dass 2025 auch dank eines Einmaleffektes aus einem Beteiligungsunternehmen ein Rekordergebnis erreicht wurde. Konkret handelt es sich um den Salzburger Anbieter für bargeldlose Zahlungssysteme und Payment-Lösungen Hobex. Der Raiffeisenverband Salzburg war mit knapp 49 Prozent am Unternehmen beteiligt und veräußerte nun Gesellschaftsanteile an andere Raiffeisenlandesbanken. 

Der Trend zum bargeldlosen Zahlen ist ungebrochen, Hobex ist auf Wachstumskurs. Künftig sind die RLB OÖ, die RLB NÖ-Wien und der RVS mit je 15 Prozent die größten Anteilseigner von Hobex.

Richtige Lösungen für die richtige Lebensphase

Der für den Vertrieb verantwortliche RVS-Geschäftsleiter Manfred Quehenberger sagte an die diesjährigen Gewinner gerichtet: „Uns verbinden mit Hollywood die großen Träume und die starken Geschichten. Und der Wille, jeden Tag das Beste zu geben.“ Quehenberger betonte, dass die persönliche Betreuung eine zentrale Rolle in der Beratung spiele: „Wir möchten die Bedürfnisse unserer Kunden noch besser verstehen und aktiv auf sie zugehen. Vor allem haben wir den Anspruch, die richtigen Lösungen und Produkte in der richtigen Lebensphase anzubieten. Wir wollen der Lebensbegleiter unserer Kunden sein.“ 

Vertrauen spiele in der Kundenberatung eine essenzielle Rolle. „Vertrauen gewinnt man nicht durch das Produkt, sondern durch klassisches Beziehungsmanagement sowie Kontinuität und Qualität in der Beratung.“

Auch müsse man das Thema Künstliche Intelligenz künftig noch stärker und besser einbinden. „Das beginnt beim Thema Gesprächsvorbereitung und zieht sich durch den gesamten Beratungsprozess bis hin zur Abwicklung. Dort müssen wir schneller, effizienter und kostengünstiger werden.“ Die Herausforderungen seien groß, betonte Quehenberger. 

Die Raiffeisenbankengruppe Salzburg hatte sich deshalb dazu entschlossen, 2025 einen Strategieprozess aufzusetzen, um die Wettbewerbsfähigkeit am Markt zu steigern. „Das fordert uns ressourcentechnisch sehr“, sagte Quehenberger. Lob gab es vom Geschäftsleiter für das „Only-Channel-Vertriebsmodell“, das in Salzburg vorbildlich eingeführt wurde.  „Wir sind das einzige Bundesland, das eine gemeinsame Vertriebssteuerung hat“, so Quehenberger.

AusgabeRZ07-2026

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