Die vergangenen Dürremonate haben die Feuerwehren in den Bezirken Neunkirchen und Wiener Neustadt außergewöhnlich stark gefordert. Neben zahlreichen Flurbränden waren es vor allem zwei Großbrände sowie der Brand nach einer Explosion in einem Pyrotechnikbetrieb in Winzendorf, die den Einsatzkräften viel abverlangten.
Beim ersten Waldbrand am 5. August waren mehr als 100 Hektar betroffen. Über 40 Feuerwehren mit mehreren hundert Einsatzkräften sowie bis zu sechs Löschhubschrauber standen im Einsatz. Bereits am 14. August brach im Föhrenwald erneut ein großflächiges Feuer aus. Rund 150 Menschen mussten vorsorglich evakuiert werden. Insgesamt rückten 84 Feuerwehren mit rund 700 Mitgliedern und sieben Hubschraubern aus. Nur wenige Tage später kam es nach einer schweren Explosion in einem Pyrotechnikbetrieb in Winzendorf zu einem Großbrand. Die Alarmstufe wurde von B3 auf B4 erhöht. Zwölf Feuerwehren sowie Rettung und Polizei waren im Einsatz, mehrere Verletzte mussten ins Spital gebracht werden.
Als Anerkennung für den Einsatz der Florianis spendete die Raiffeisenbank Wr. Neustadt-Schneebergland jeweils 10.000 Euro an die beiden Bezirksfeuerwehrkommanden. Anfang September erfolgte die symbolische Übergabe der Spendenschecks durch die Geschäftsleiter Manfred Dopler, Gerhard Gabriel und Meletios Kujumtzoglu an die Bezirksfeuerwehrkommandanten Mario Lukas aus Neunkirchen sowie Karl-Heinz Greiner und seinen Stellvertreter Norbert Schmidtberger aus Wiener Neustadt.
Greiner berichtete von einer neuen Dimension an Bränden – er sieht darin einen Vorgeschmack auf künftige Einsatzlagen infolge des Klimawandels: „Die Situation mit teilweise 40 Meter hohen Flammen – das sind Bilder, wie man sie bisher aus Portugal oder Frankreich kannte. Das hat es in Österreich in dieser geballten Kraft noch nicht gegeben.“
Die Brände hätten gezeigt, wie wichtig ein funktionierendes Feuerwehrwesen sei, betonte Dopler: „Die freiwilligen Feuerwehren sind Tag und Nacht bereit, um Menschen, Tiere, Gebäude, Betriebe, landwirtschaftliche Flächen und unsere Natur zu schützen. Dieses Engagement ist nicht selbstverständlich.“ Moderne Ausrüstung und Ausbildung seien mit erheblichen Kosten verbunden, weshalb man als regionale Genossenschaftsbank Verantwortung für die Region übernehmen und einen Beitrag leisten wolle.
Lukas bedankte sich und betonte, eine Unterstützung in dieser Höhe sei keineswegs selbstverständlich. Das Bezirksfeuerwehrkommando Neunkirchen will die Spende für die Anschaffung eines Containers verwenden, der bei Feuerwehrbewerben zum Einsatz kommen soll. Im Bezirk Wiener Neustadt fließt das Geld laut Greiner unter anderem in die Ausstattung und Bekleidung für Einsatzkräfte und Ausbildner.








