Getreideernte 2025 deutlich gestiegen

Auch mehr Ölsaaten und Eiweißfrüchte, weniger Zuckerrüben

5,70 Mio. Tonnen Getreide wurden 2025 in Österreich laut Statistik Austria geerntet. Das sind um 17 Prozent mehr als im Vorjahr und um 10 Prozent mehr als im Zehnjahresdurchschnitt. Die Ernte von Ölsaaten und Körnerleguminosen erbrachte 507.700 Tonnen, um 13 Prozent mehr als 2024. Die Produktion von Hackfrüchten ist mit 2,87 Mio. Tonnen voraussichtlich um 31 Prozent niedriger als im Vorjahr aufgrund massiver Flächenreduktionen bei Zuckerrüben. 

Verglichen mit dem Vorjahr blieb die Ackerfläche 2025 mit insgesamt 1,32 Mio. Hektar unverändert gegenüber 2024. Das sind 16 Prozent der österreichischen Staatsfläche. 

Starkes Ernteplus bei Mais, Weizen und Gerste 

Die Weizenernte bezifferte sich bei leicht gestiegener Anbaufläche (+2 Prozent) auf 1,74 Mio. Tonnen (+11 Prozent zu 2024) und notierte damit um 7 Prozent über dem zehnjährigen Durchschnitt. Davon waren 1,60 Mio. Tonnen Weichweizen inkl. Dinkel (+12 Prozent zu 2024). Der Roggenanbau ging hingegen aufgrund schlechter Aussaatbedingungen abermals stark zurück (-14 Prozent zu 2024). Dank des hohen Ertragsniveaus wurde dennoch eine Ernte von 144.700 Tonnen (+13 Prozent zu 2024) eingebracht. Auch die Erntemenge von Körnermais war mit österreichweit 2,52 Mio. Tonnen (+22 Prozent zu 2024, +18 Prozent zum Zehnjahresmittel) überdurchschnittlich. Die Produktion von Gerste stieg trotz Flächenrückgangs (-3 Prozent) auf 825.100 Tonnen (+15 Prozent zu 2024). Sommergerste im Frühjahrsanbau verliert dabei zunehmend an Bedeutung und machte 2025 nur mehr 15 Prozent der Gerstenfläche aus. 

Hoch bei Sonnenblumen – Tief bei Raps

Die Produktion von Sojabohnen erhöhte sich dank starker Ertragslage in Nieder- und Oberösterreich auf 279.500 Tonnen (+13 Prozent zu 2024). Bei Ölkürbis wurde durch Ausweitung der Anbaufläche (+7 Prozent zu 2024) und einen überdurchschnittlichen Ertrag eine Produktionsmenge von 26.900 Tonnen Kürbiskernen (+18 Prozent zu 2024) verzeichnet, das ist die dritthöchste innerhalb der vergangenen 10 Jahre. Auch Sonnenblumen gewannen an Fläche (+17 Prozent zu 2024) und erreichten eine Rekord-Produktionsmenge von 78.100 Tonnen (+48 Prozent zu 2024). 

Dagegen wurde der Anbau von Raps und Rüben neuerlich stark reduziert (-16 Prozent zu 2024), womit auch die Produktion auf ein neues Tief von 65.200 Tonnen sank (-8 Prozent zu 2024). 

Deutlich weniger Zuckerrüben, mehr Kartoffeln 

Die Anbaufläche von Zuckerrüben ging um 42 Prozent auf nur mehr 24.900 Hektar zurück. Grund für diese massive Reduktion ist die Schließung der Zuckerfabrik in Leopoldsdorf sowie die niedrigen Zuckerpreise, teilweise auch hoher Schädlingsdruck. Aktuelle Schätzungen gehen von einer Erntemenge von 2,05 Mio. Tonnen aus, das sind um 40 Prozent weniger als 2024. Kartoffeln hingegen legten an Fläche zu (+5 Prozent zu 2024) und erbrachten mit 813.300 Tonnen (+17 Prozent) eine hohe Erntemenge.

AusgabeRZ01-2026

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