Raiffeisen wird bei den Olympischen Spielen in Italien als Partner des ÖOC auftreten und beim Austria House in Cortina d’Ampezzo in Erscheinung treten. Welche Idee steckt dahinter?
Petra Walter: Das ÖOC ist an uns herangetreten, ob wir uns eine Partnerschaft mit dem Austria House vorstellen können. Wir haben das geprüft und kamen schnell zu dem Entschluss, dass wir das sehr interessant finden. Eine ähnlich gelagerte Partnerschaft gab es auch bereits bei den Sommerspielen in London 2012 und bei den Winterspielen in Sotschi 2014. Die Spiele finden praktisch vor unserer Haustür statt, die Möglichkeiten, unsere Marke dort zu präsentieren und die Location für uns und unsere Partner zu nutzen, sind sehr gut. Es war einfach ein guter Fit!
Wie soll das Austria House für Raiffeisen genutzt werden?
Walter: Wir sind im Austria House, wo ja auch der ORF sein Studio vor Ort hat, mit unserem Branding präsent und haben am 18. Februar die Möglichkeit, 100 Gäste erst zum Damen-Slalom und anschließend in die Location einzuladen. Raiffeisen liegt der Wintersport traditionell sehr am Herzen, wir als Zentrale Raiffeisenwerbung sind bemüht, große Partnerschaften mit sichtbaren Events einzugehen – dazu gehört natürlich auch Olympia. Für uns ist das eine tolle Gelegenheit, einen neuen Impuls in unserem Sponsoring zu setzen.
Gilt die Partnerschaft erst einmal nur für 2026 oder auch darüber hinaus?
Walter: Wir haben uns für die Spiele in Cortina committet, lernen einander jetzt kennen und ziehen nachher Bilanz. Alles Weitere wird man sehen.

Das Austria House hat mittlerweile eine starke Tradition und gilt als der Treffpunkt für österreichische Athleten, Sponsoren, Journalisten und sportbegeisterten Gästen. Warum ist das so ein Hotspot?
Walter: Das ÖOC hat das Austria House immer schon sehr gut vermarktet und hat auch jetzt tolle Pakete geschnürt, die für einen Partner wie Raiffeisen sehr interessant sind. Die Zusammenarbeit verläuft hoch professionell. Im Austria House kommen alle zusammen, dort haben viele, die bei Olympia dabei sind, ihr Zuhause. Für uns kommt dabei natürlich unser Motto „WIR macht’s möglich“ ins Spiel, mit dem die österreichischen Athleten unterstützt und nachher hoffentlich auch gefeiert werden sollen.
Raiffeisen ist nicht nur am Austria House selbst, sondern auch an den anderen fünf sogenannten Wettkampf-Clustern, die es bei diesen Spielen gibt, vertreten. Was hat es damit auf sich?
Walter: Ja, wir sind an allen ÖOC-Standpunkten vertreten, die auch der ORF für seine Übertragungen nutzt. Auch das macht deutlich, dass die mediale Gegenleistung dieses Sponsorings sehr attraktiv ist. So schön es ist, Gäste einladen und ein Rennen erleben zu können – aber am Ende des Tages geht es auch um die Sichtbarkeit der Marke.
Olympische Spiele gehören nach wie vor zu den ganz großen Meilensteinen des Sports und ziehen weltweit Millionen Menschen in den Bann. Was macht die Faszination der fünf Ringe aus?
Walter: Ich denke, die Tatsache, dass sie nur alle vier Jahre stattfinden, macht einen großen Teil des Reizes aus. Und dass in diesen zwei Wochen alle Sportarten zusammenkommen und ein riesiges Fest feiern. Dazu kommen Heldengeschichten wie die von Hermann Maier in Nagano, an die sich jeder Sportfan erinnert. Ich merke in meinem Umfeld, dass sich auch Menschen, die sonst wenig Sport schauen, der Faszination nicht entziehen können und plötzlich beim Curling oder Eiskunstlauf mitfiebern. Ich bin selbst gespannt, wovon ich mich in diesen zwei Wochen in den Bann ziehen lassen werde.
Zu den Besonderheiten von Olympia gehört, dass die Sportler selbst keine Werbung machen dürfen. Finden Sie das gut oder ist das aus der Zeit gefallen?
Walter: Ich denke, dass das schon wichtig ist. Der Sport und das Marketing drumherum sind mittlerweile riesige Maschinen. Da ist es schön zu sehen, dass Sport auch ohne Brands und Marketinginteressen stattfinden kann. Und dass das IOC oder das ÖOC exklusive Partner brauchen, ist ja auch nachvollziehbar. Wo die Vermarktung Platz hat, muss auch das andere Platz haben dürfen. Und wenn ein Andreas Prommegger mit einem Helm ohne Giebelkreuz fährt, wissen trotzdem die meisten, dass er ein Raiffeisen-Fahrer ist, auch wenn es in dem Moment optisch nicht zu sehen ist.









