Ein „Raiffeisianer“ in Reinkultur nimmt Abschied

Die Raiffeisenbank Wiener Neustadt-Schneebergland ließ die Laufbahn ihres langjährigen Obmanns nach dessen Amtsübergabe Revue passieren.

Gruppenfoto: Michael Höllerer, Gerhard Gabriel, Reinhold Soleder, Manfred Dopler, AR-Vorsitzende-Stv. Marion Handler, Erich Hütthaler, Erwin Hameseder, Martin Scherz, Meletios Kujumtzoglu, Wolfgang Kuhnert, Bürgermeister Klaus Schneeberger und AR-Vorsitzender Werner Kohlberger
Michael Höllerer, Gerhard Gabriel, Reinhold Soleder, Manfred Dopler, AR-Vorsitzende-Stv. Marion Handler, Erich Hütthaler, Erwin Hameseder, Martin Scherz, Meletios Kujumtzoglu, Wolfgang Kuhnert, Bürgermeister Klaus Schneeberger und AR-Vorsitzender Werner Kohlberger © RB Wr. Neustadt-Schneebergland

Die Zahl 4 hatte in Erich Hütthalers Laufbahn stets große Bedeutung: Angefangen bei der Matura 1974, der beruflichen Selbstständigkeit ab 1984, über den Eintritt in den Vorstand der Raiffeisenbank Wiener Neustadt 1994, bis hin zu seiner Wahl zum Obmann 2004. Nun stellt das heurige Jahr 2024 für Hütthaler den nächsten bedeutenden Schritt dar: Er trat altersbedingt nicht mehr zur Wahl an und verabschiedet sich in die Funktionärs­pension. Bei der Generalversammlung der Raiffeisenbank Wiener Neustadt-Schneebergland übergab der Obmann seine Funktion offiziell an seinen Nachfolger Martin Scherz und überreichte ihm beim nachfolgenden Festakt mit den Worten „Mach es gut, mach es besser“, ein symbolisches Giebelkreuz.

Keine leichte Aufgabe, denn Hütthaler hat während seiner Amtszeit die Latte hoch gelegt, wie auch das abgelaufene Geschäftsjahr zeigt: 2023 erreichte die Bank eine Bilanzsumme von mehr als 1,4 Mrd. Euro und ein Betriebsergebnis von ca. 32 Mio. Euro – nicht ohne Grund sprachen die Geschäftsleiter Manfred Dopler, Gerhard Gabriel, Wolfgang Kuhnert, Meletios Kujumtzoglu und Reinhold Soleder von einem „sehr guten Ergebnis“. Dafür zollte auch Scherz seinem Vorgänger Respekt: „Es wird lange dauern, bis ich in deine Fußstapfen treten kann“, meinte er mit einem Augenzwinkern auch im Hinblick auf die stattliche Körpergröße Hütthalers.

Im Rahmen der Veranstaltung, die von Musical-Star Lukas Perman und der Kulturreif Musical Company umrahmt wurde, ließen Gabriel und Soleder die Highlights von Hütthalers Laufbahn noch einmal mit einigen Anekdoten Revue passieren. „Erich Hütthaler hat massive Spuren in der Entwicklung der letzten 20 Jahre unserer Raiffeisenbank hinterlassen. Er ist ein ‚Raiffeisianer‘ in Reinkultur“, lobte Gabriel und präsentierte beeindruckende Daten – abermals in Verbindung mit der Zahl 4: Neben Fusionen mit der RK Wiesmath-Hochwolkersdorf und der RB Schneebergland sowie dem Umbau der Zentrale Luchspergergasse wurden vier Bankstellen eröffnet. Im Zuge dessen hat sich auch die Bilanzsumme der Bank vervierfacht.

Ehrung für Verdienste

Für diese Leistung gab es auch Glückwünsche der Ehrengäste des Abends: Für Generalanwalt Erwin Hameseder, Obmann der Raiff­eisen-Holding NÖ-Wien, sei Hütthaler ein Raiffeisen-Funktionär, wie er im Buche steht: „Einer, der viel fragt und auch kritisch fragt.“ Michael Höllerer, Generaldirektor der RLB NÖ-Wien, lobte Hütthaler für seinen großen Sach- und Menschenverstand. Als Würdigung seiner Arbeit bekam der scheidende Obmann abschließend die Raiffeisen-Münze in Gold überreicht.