Eine Notlage kommt oft unerwartet. Wie auch bei Reini (44), der durch einen Schicksalsschlag und ein Burnout aus der Bahn geworfen wurde. Der gelernte Tischler, der früher täglich zwölf Stunden und mehr arbeitete, verlor nicht nur seine gesundheitliche Stabilität, sondern vorübergehend auch seine Wohnung. Er wurde obdachlos.
In Kärnten ist er damit nicht der Einzige: Für immer mehr Betroffene wird es beinahe unmöglich, ihren Wohnraum aus eigener Kraft zu halten. Die Raiffeisen Landesbank Kärnten unterstützt die Caritas Kärnten daher zum zweiten Mal in Folge mit einer Spende von 20.000 Euro bei der Vergabe von Mietzuschüssen. Diese kommen Menschen im Bezirk Klagenfurt zugute, die aufgrund der Teuerung und Inflation sowie der steigenden Lebenshaltungskosten der letzten Jahre zunehmend in Not geraten.
Anträge gestiegen
„Wir sehen Alleinerziehende, Pensionisten, Familien, aber auch Menschen, die durch Krankheit oder einen Schicksalsschlag den Boden unter den Füßen verlieren“, weiß Mario Slamanig, Teamleiter der Caritas-Sozialberatung. Die Zahl der Anträge im Bereich Miete sei um 23,5 Prozent gestiegen.
Reini fand mit Unterstützung der Caritas eine kleine 21-m2-Wohnung, die ihm wieder Halt gibt – auch wenn ihn finanzielle Herausforderungen weiterhin begleiten. Arbeiten kann Reini zurzeit aufgrund körperlicher Probleme nicht, er lebt von Sozialhilfe.
„Nicht wegsehen“
„Als Bank verstehen wir uns nicht nur als wirtschaftliche Akteurin, sondern als Teil der Gesellschaft“, sagt Gert Spanz, Vorstandsdirektor der RLB Kärnten. „Wenn Wohnraum für viele Menschen unbezahlbar zu werden droht, dürfen wir nicht wegsehen.“ Mit der Spende der RLB Kärnten aus dem Vorjahr konnte die Caritas bereits 64 Haushalten – 106 Menschen, darunter 20 Prozent Kinder – mit durchschnittlich 312,50 Euro helfen.









