Der Salzburger Raiffeisenverband (RVS) veräußerte mit 1. Februar 2026 Teile seiner Beteiligung am Salzburger Zahlungsdiensteanbieter Hobex an andere Raiffeisenlandesbanken. Damit wurde die Verankerung von Hobex in der Raiffeisen Bankengruppe Österreich gestärkt.
„Die Erfolgsstory der Hobex wird fortgeschrieben, mit starken Partnern und dem klaren Ziel, als führender Payment Anbieter das Geschäft auszubauen. Wir unterstützen das, indem wir unsere Gesellschaftsanteile von aktuell knapp 49 Prozent reduzieren und diese innerhalb Raiffeisen Österreich weitergeben. Somit sind zukünftig die RLB OÖ, die RLB NÖ-Wien und der RVS mit jeweils 15 Prozent die größten Anteilseigner. So wird das Potenzial der Hobex mit der Vertriebsstärke der gesamten Raiffeisen Bankengruppe Österreich gestärkt. Damit schaffen wir eine breitere Basis für zukünftiges Wachstum“, erklärt RVS-Generaldirektor Heinz Konrad.
Weitere Beteiligungen übernahmen die Landesbanken Steiermark, Vorarlberg, Tirol, Burgenland und Kärnten. Die Raiffeisen-Familie bleibt mit 82,54 Prozent stärkster Gesellschafter, die Anteile von Bank Austria, Hogast und Raiffeisen Bank International (RBI) bleiben unverändert.
Auf Wachstumskurs
Das Salzburger Unternehmen ist der einzige heimische Payment-Service-Anbieter und betreut mit 180 Mitarbeitern mehr als 44.000 Kunden im In- und Ausland. Neben Österreich sind die Salzburger auch in Deutschland, Italien, Slowenien und der Schweiz aktiv. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde ein Zahlungsvolumen von 13 Mrd. Euro abgewickelt – ein Plus von 15 Prozent im Jahresvergleich.
„Durch die Verzahnung mit allen Raiffeisenlandesbanken können wir unsere Vertriebsreichweite erheblich ausbauen und Produktentwicklungen noch gezielter auf die Bedürfnisse österreichischer Unternehmen abstimmen“, erklärt Hobex-CEO Michael Bratl. In den vergangenen Jahren erweiterte Hobex konsequent seine Kompetenzen. Im Jahr 2025 erfolgte die Übernahme der Assets des Grazer Payment-Spezialisten Qenta Payment CEE, wodurch das Unternehmen seine Position im eCommerce-Bereich deutlich ausbaute und sich als umfassender Payment-Partner sowohl für den stationären als auch für den Online-Handel positionierte.
Zusätzlich zur strategischen Ausrichtung will sich Hobex auch personell im Vorstand erweitern, erklärt Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Quehenberger, der auch Mitglied der RVS-Geschäftsleitung ist. Die Suche für eine Erweiterung des Führungsteams um CEO Michael Bratl und CFO Karin Mitchell befinde sich in den finalen Zügen, die Besetzung soll im Frühsommer 2026 abgeschlossen sein, so Quehenberger.
Fokus auf digitales Bezahlen
Mit der Aufstockung der Anteile bei Hobex rücke man die Kundenbedürfnisse in den Mittelpunkt, betonte Michael Höllerer, Generaldirektor von Raiffeisen NÖ-Wien, und erläutert: „Als Raiffeisen NÖ-Wien steigern wir unser Engagement beim führenden heimischen Zahlungsdienstleister, um moderne Bezahllösungen weiter voranzutreiben und die digitale Zukunft des Bezahlens aktiv mitzugestalten.“
Auch RLB-OÖ-Generaldirektor Reinhard Schwendtbauer freut sich über die Bündelung der Vertriebsstärke im Raiffeisen-Sektor: „Bargeldloses Bezahlen wird weiter an Bedeutung gewinnen – vor allem in den Kernsegmenten Hotellerie, Gastronomie, aber auch im Bereich eCommerce –, da sind wir als starker und verlässlicher Bankpartner gerne dabei. Ein wichtiges Signal ist in diesem Zusammenhang auch die kürzlich erfolgte Vereinbarung zur Übernahme des gesamten bargeldlosen Zahlungsverkehrs durch Hobex in der Raiffeisen Arena in Linz.“









