Uniqa mit kräftigem Halbjahr

Der Versicherungskonzern steigerte sowohl die Prämien als auch den Ertrag. Und auch für das Gesamtjahr wird nun mit einem Ergebnisplus gerechnet.

Dank eines starken Wachstums in Osteuropa legte die börsenotierte Versicherungsgruppe Uniqa in den ersten sechs Monaten 2025 sowohl bei den Prämien als auch beim Gewinn kräftig zu. Im Berichtszeitraum stiegen die verrechneten Prämien inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung um insgesamt 9,7 Prozent im Jahresvergleich auf 4,4 Mrd. Euro, während das Ergebnis vor Steuern um 6,5 Prozent auf 295,5 Mio. Euro und das Konzernergebnis um 5,3 Prozent auf 232,5 Mio. Euro zunahmen.

Und auch der sogenannte Versicherungsumsatz, also die versicherungstechnischen Erträge nach IFRS 17, wuchs im ersten Halbjahr 2025 deutlich um 8,9 Prozent auf knapp 3,5 Mrd. Euro. Dazu trugen alle Sparten und Segmente des Versicherers mit Wachstum bei: Bei der Schaden- und Unfallversicherung gab es ein Plus von 8,6 Prozent, bei der Krankenversicherung eines um 8,4 Prozent und auch die Lebensversicherung gab ein kräftiges Lebenszeichen mit einem Zuwachs von 12,1 Prozent.

Profitables Wachstum

„Wir verzeichnen in einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld, geprägt durch globale Unsicherheiten, weiterhin ein hohes und vor allem profitables Wachstum von rund 10 Prozent, getragen von einer soliden Entwicklung in Österreich und einer unverändert hohen Dynamik in CEE, vor allem in Polen“, freut sich CEO Andreas Brandstetter über den Wachstumsschub. In Österreich erzielte Uniqa ein Prämienplus von 4,8 Prozent, im internationalen Geschäft lag dieses mehr als doppelt so hoch bei 10,8 Prozent. Das versicherungstechnische Ergebnis erhöhte sich um 23,2 Prozent „auf sehr zufriedenstellende“ 378,4 Mio. Euro. Die Combined Ratio (netto nach Rückversicherung) in der Schaden- und Unfallversicherung hat sich von 91,7 Prozent noch weiter auf 90,5 Prozent verbessert. 

„Dafür waren unser starkes Wachstum, eine unverändert hohe Disziplin im Underwriting sowie geringe Belastungen durch Naturkatastrophen verantwortlich“, konstatierte Brandstetter. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass sich in Europa erfahrungsgemäß die Schäden aus Naturkatastrophen vor allem im dritten Quartal niederschlagen. Darüber hinaus senkte die Versicherungsgruppe ihre Verwaltungskostenquote trotz weiterhin anhaltender strategischer Investitionen um 1 Prozentpunkt auf 14,8 Prozent.

Ausblick für 2025 angehoben

Aufholbedarf besteht dagegen beim Kapitalanlageergebnis des Versicherers, das immer noch durch die Verluste aufgrund negativer Aktienmarkt-Entwicklungen im ersten Quartal belastet ist. In den ersten sechs Monaten sank dieses um 8,6 Prozent auf 400 Mio. Euro – trotz eines gestiegenen laufenden Einkommens im Vergleich zum Vorjahr. Und auch das Finanzergebnis reduzierte sich auf 88,2 Mio. Euro und lag damit weiterhin unter dem vorjährigen Vergleichswert von 129,5 Mio. Euro.

 „Auf Basis dieser auch im zweiten Quartal fortgesetzten starken Performance heben wir unseren Ausblick für das Gesamtjahr 2025 an und erwarten ein Ergebnis vor Steuern zwischen 490 und 510 Millionen Euro“, so Brandstetter.

AusgabeRZ35-2025

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