2025 war für den börsenotierten österreichischen Baukonzern Strabag, an dem die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien durchgerechnet mit 15,4 Prozent beteiligt ist, ein weiteres Rekordjahr. Erstmals wurde bei der Bauleistung die 20-Milliarden-Marke geknackt. Sie stieg im Vorjahr um 6 Prozent im Jahresvergleich auf 20,42 Mrd. Euro.
Rund die Hälfte des Leistungsanstiegs sei auf die Übernahme der australischen Georgiou Group im ersten Quartal 2025 zurückzuführen, teilte Strabag mit. In den Bestandsmärkten wurden die größten Leistungszuwächse in Polen, Tschechien und Deutschland erzielt, während in Großbritannien der Output aufgrund von Projektverschiebungen rückläufig war.
Aufträge und Profitabilität steigen
Die Aufträge erreichten ein Plus von 24 Prozent und stiegen auf den Rekordwert von 31,37 Mrd. Euro. Die Auftragsbücher wurden vor allem entlang der strategischen Wachstumsbereiche Mobilitäts‑, Energie‑ und Wasserinfrastruktur sowie High‑Tech‑Bauten ausgebaut. Die größten Zuwächse wurden dabei in Großbritannien, in Deutschland und in Tschechien erzielt.
Auch die Profitabilität des Baukonzerns legte im Geschäftsjahr 2025 weiter zu. Es wird eine EBIT‑Marge von mindestens 6,5 Prozent erwartet. 2024 hatte sie noch 6,1 betragen. Maßgeblich für diese Entwicklung waren unter anderem positive Effekte aus Großprojekten in Deutschland und im internationalen Geschäft sowie milde Witterungsverhältnisse gegen Jahresende in Deutschland, hieß es.
Über 80.000 Beschäftigte
Die starke Geschäftsentwicklung schlug sich im Vorjahr auch in der Mitarbeiterzahl nieder, die um 3 Prozent auf durchschnittlich 80.211 Beschäftige (Vollzeitäquivalente, FTE) zulegte. Der Zuwachs sei einerseits auf die Übernahme in Australien und andererseits auf leistungsbedingte Personalaufstockungen – insbesondere in Polen, im Nahen Osten und in Tschechien – zurückzuführen, so der Baukonzern.
„Diese Ergebnisse unterstreichen die Resilienz unseres Geschäftsmodells.“
Stefan Kratochwill
„Mit einer Leistung von erstmals über 20 Milliarden Euro, einem Auftragsbestand von mehr als 30 Milliarden Euro und einer höheren EBIT‑Marge haben wir im Geschäftsjahr 2025 gleich mehrere historische Meilensteine erreicht. Diese Ergebnisse unterstreichen die Resilienz unseres Geschäftsmodells und die konsequente Umsetzung unserer Strategie mit Fokus auf Wachstumsmärkte. Damit gehen wir gestärkt in das Jahr 2026 und blicken optimistisch auf Chancen, die sich vor allem im Infrastrukturbereich bieten“, betonte Strabag-CEO Stefan Kratochwill.
Leistungssteigerung erwartet
Für das heurige Geschäftsjahr erwartet der Vorstand eine Leistungssteigerung auf rund 22 Mrd. Euro und geht zudem in allen operativen Segmenten von einer höheren Leistung aus. Für 2026 wird eine EBIT‑Marge in einer Bandbreite zwischen 5 und 5,5 Prozent erwartet. Die Netto-Investitionen (Cashflow aus der Investitionstätigkeit) 2026 werden mit höchstens 1,4 Mrd. Euro prognostiziert.








