Raiffeisenbank Mittelkärnten präsentiert stabile Werte

Die Raiffeisenbank Mittelkärnten blickt auf eine positive Geschäftsentwicklung 2025 zurück.

Rund 250 Gäste konnte die Raiffeisenbank Mittelkärnten bei ihrer dritten Generalversammlung Anfang Juli in der Blumenhalle in St. Veit willkommen heißen. „Wir haben uns als Raiffeisen Mittelkärnten auch im letzten Geschäftsjahr sehr gut weiterentwickelt und viele organisatorische und strukturelle Projekte erfolgreich und souverän gemeistert, um auch in Zukunft gut aufgestellt und weiterhin erfolgreich zu sein“, betonte Gerhard Kampitsch bei seiner letzten Generalversammlung als Aufsichtsratsvorsitzender. Die Bank verwaltet ein Kundengeschäftsvolumen von 1,9 Mrd. Euro von rund 35.000 Kunden.

Vorstand Roland Krall hob die genossenschaftlichen Werte und den damit verbundenden Förderauftrag hervor. So wurden im Jahr 2025 rund 700.000 Euro an regionalen Förderungen geleistet und damit rund 500 verschiedene Initiativen und Projekte unterstützt. „Wir sind in der gesamten Region Mittelkärnten ein wichtiger Partner für die Wirtschaft, verschiedene Vereine, Sport, Kultur, Kirchen, Schulen, Feuerwehren und andere Organisationen“, so Krall.

Erfolgreiches Geschäftsjahr

Auf ein überaus erfolgreiches Geschäftsjahr blickte Vorstand Nikolaus Primessnig zurück. Das Eigenkapital konnte im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 10 Mio. Euro gesteigert werden und liegt per 31.12.2025 bei 110 Mio. Euro. Auch die Giro- und Spareinlagen sind im Jahr 2025 um knapp 30 Mio. Euro auf mehr als 820 Mio. Euro angestiegen.

Bemerkenswert sei laut Primessnig auch die Entwicklung bei Krediten, Darlehen und Kundenforderungen, welche sich um 60 Mio. Euro auf 713 Mio. Euro erhöht haben. „Hinter diesen Werten stecken Menschen und Geschichten aus unserer Region. Familien, die sich ihren Traum vom Eigenheim verwirklicht haben oder Menschen, welche sich ein neues Auto oder eine größere Anschaffung geleistet haben, sowie Unternehmer, die den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt oder ihre Betriebe erweitert haben. Aber auch Investitionen, Modernisierungen und neue Betriebsstätten im landwirtschaftlichen Bereich“, erwähnte Primessnig.

„Mit einem Betriebsergebnis von 16,3 Mio. Euro kann man auch 2025 auf ein sehr solides Ergebnis zurückblicken“, so sein zufriedenes Resümee.

Nachhaltige Investitionen

Um die Betreuung der Kunden im gesamten Genossenschaftsgebiet langfristig sicherzustellen, hat die RB Mittelkärnten im vergangenen Jahr ein Projekt gestartet, das darauf abzielt, Ressourcen genau dort einzusetzen, wo sie den größten Nutzen stiften. „Wir wollen uns nachhaltig weiterentwickeln, als finanzieller Nahversorger und erster Ansprechpartner in allen Finanzfragen die Region stärken und als Genossenschaft unsere gemeinsamen Werte leben, um so als Raiffeisen Mittelkärnten in einem sich rasch wandelnden Umfeld zukunftsfit aufgestellt zu sein“, erklärt Vorstand Daniel Gradenegger.

So wurde neben der Verdichtung der Bankstellenstruktur und der gezielten Förderung insbesondere von jungen Mitarbeitern und der Ausbildung von Spezialisten in unterschiedlichen Fachbereichen auch die digitale Kompetenz weiter ausgebaut und eine digitale Bankstelle gegründet. Für viele Kunden würden telefonische Erreichbarkeit und kurze Antwortzeiten stärker ins Gewicht fallen als fußläufige Erreichbarkeit der nächsten Bankstelle, weiß Gradenegger.

Strategische Meilensteine wurden zudem mit den Bauprojekten in St. Veit und Althofen gesetzt. Damit habe man nicht nur den eigenen Raumbedarf gedeckt, sondern zugleich auch wertvolle Infrastruktur für die Region geschaffen. „Nachdem wir in Althofen auf eine sehr starke Nachfrage nach gewerblichen Mietflächen gestoßen sind, prüfen wir derzeit gemeinsam mit der Gemeinde die Möglichkeit, ein weiteres Immobilienprojekt zu realisieren“, so Gradenegger.

Wechsel an der Spitze

Emotionaler Höhepunkt war die Verabschiedung von Gerhard Kampitsch, der über 20 Jahre lang die Geschicke der RB Mittelkärnten mitgestaltet hat. Für den scheidenden Aufsichtsratschef gab es Standing Ovations. Für seine Verdienste und sein langjähriges Wirken wurde er von RLB Kärnten-Vorstandsdirektorin Uta Kogler-Maier mit dem Raiff­eisen-Verdienstzeichen in Gold ausgezeichnet.

Zur neuen Aufsichtsratsvorsitzenden wurde Edith Jandl gewählt und Siegmund Sucher zu ihrem Stellvertreter.

Ein Highlight zum Abschluss war ein informativer Vortrag des Finanzmarktexperten und ehemaligen Chefanalysten von Raiffeisen Research, Peter Brezinschek, der darin auf die Auswirkungen der geopolitischen Lage auf Wohlstand und Inflation sowie die Wechselwirkungen von Geldpolitik, Demografie und Preisstabilität einging und Anlegern Chancen und Möglichkeiten aufzeigte.

Bei persönlichen Gesprächen und kulinarischen Köstlichkeiten vom Team des Schlosses Töscheldorf fand der Abend in der Blumenhalle schließlich seinen Ausklang.

AusgabeRZ31-2026

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