Hitze, akuter Wassermangel und schwache Erträge setzen viele landwirtschaftliche Betriebe unter Druck und belasten Ackerbau und Grünland. Besonders angespannt ist die Lage auch in der Tierhaltung: Geringere Grundfuttererträge, schrumpfende Silagevorräte und eine voraussichtlich schwächere Maisernte erschweren die Versorgung. Die Mischfutterspezialisten von Garant raten, Reserven frühzeitig zu prüfen und Rationen anzupassen. Rohfaserreiche Grundfutter-Ergänzer können helfen, vorhandene Vorräte gezielter einzusetzen. Bei geringerer Futterqualität sollen passende Mineralfutter die Verwertung unterstützen.
Zugleich erschwert das extreme Niedrigwasser auf der Donau auch die Agrarlogistik. Der Fluss spielt bei der Versorgung der heimischen Mischfutterwerke und Lagerhäuser mit Eiweißfuttermitteln wie Soja- und Rapsschrot eine zentrale Rolle. Die RWA organisiert daher zusätzliche Bahntransporte, etwa aus Deutschland, und setzt trotz höherer Kosten verstärkt auf Lkw. Über das Netzwerk der Lagerhaus-Genossenschaften wird außerdem die regionale Verfügbarkeit von Mais erhoben, um Futtermengen besser zu koordinieren.
Unterstützung gibt es auch bei Vermarktung und Liquidität. Neben Prämienkontrakten und Lagerverträgen soll die Poolvermarktung das Risiko eines ungünstigen Verkaufszeitpunkts verteilen. Bereits im August – unmittelbar nach der Sommerernte – leisteten die RWA und die Lagerhaus-Genossenschaften zudem Akontozahlungen von insgesamt annähernd 60 Mio. Euro, um die betriebliche Liquidität zu unterstützen.
Langfristig setzt die RWA auf Anpassung an häufigere Trockenperioden. Über OnFarming stellt sie Informationen bereit, Parga plant betriebsbezogene Bewässerungssysteme. Für geschädigtes Grünland umfasst das Saatgutsortiment trockenheitstolerante Nachsaatmischungen.
„Als Lagerhaus-Genossenschaften sehen wir unsere Aufgabe darin, mit weitreichenden logistischen und planerischen Maßnahmen den Bäuerinnen und Bauern rasch unter die Arme zu greifen“, sagt RWA-Vorstandsdirektor Christoph Metzker.








