Krypto-Assets gewinnen in Österreich an Bedeutung. Bereits 19 Prozent der Bevölkerung nutzen solche Vermögenswerte zumindest gelegentlich, zeigt eine Studie des Unternehmensberaters BearingPoint. Besonders stark ist die Entwicklung bei jüngeren Menschen.
In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen nutzt bereits mehr als ein Drittel (38 Prozent) Kryptowerte zumindest gelegentlich. Jeder Fünfte verwendet sie sogar täglich. Mit zunehmendem Alter nimmt die Nutzung deutlich ab. Auch zwischen Männern und Frauen zeigt sich weiterhin ein Unterschied: Während 28 Prozent der Männer digitale Assets zumindest gelegentlich nutzen, sind es bei Frauen 10 Prozent. Für eine breitere Verankerung im Markt entscheiden vor allem Vertrauen, einfache Anwendung und klare Regeln. Als größte Hürden dafür nennen die Befragten die starken Wertschwankungen (50 Prozent), regulatorische bzw. steuerliche Unsicherheiten (41 Prozent) sowie die komplexe Verwahrung digitaler Vermögenswerte (35 Prozent).
„Österreich bringt gute Voraussetzungen mit, um die Entwicklung digitaler Vermögenswerte aktiv mitzugestalten. Die Offenheit der Bevölkerung ist vorhanden, gleichzeitig schafft der europäische Regulierungsrahmen mit MiCAR erstmals einheitliche Spielregeln für den Markt. Das stärkt das Vertrauen und eröffnet Banken sowie Finanzdienstleistern die Chance, neue Angebote rund um digitale Vermögenswerte sicher und nachhaltig zu etablieren“, erklärt Christian Knedelstorfer, Partner bei BearingPoint.
Ergänzende Wirkung
Der Aufstieg digitaler Vermögenswerte verändert zwar den Finanzmarkt, verdrängt klassische Wertanlage aber nicht. So halten 87 Prozent der Österreicher staatliche Währungen für „ein gutes oder sehr gutes“ Zahlungsmittel. Der Euro bleibt damit der wichtigste Stabilitätsanker. Auch Gold genießt weiterhin hohes Vertrauen: 67 Prozent der Befragten bewerten Gold als geeignete Anlageform, 87 Prozent vertrauen seiner Preisstabilität und 65 Prozent sehen darin einen wirksamen Schutz gegen Inflation. Digitale Vermögenswerte ergänzen damit zunehmend bestehende Anlageformen. Auch staatlich gestütztes digitales Geld stößt in Österreich auf Interesse: 29 Prozent der Befragten geben an, einen digitalen Euro bzw. eine digitale Zentralbankwährung wahrscheinlich im Alltag nutzen zu wollen.








