Die finanzielle Vorsorge rückt bei jungen Erwachsenen zunehmend in den Fokus. Drei Viertel der 16- bis 34-Jährigen in Oberösterreich machen sich Sorgen, im Alter finanziell nicht ausreichend abgesichert zu sein. Das zeigt die aktuelle Weltspartagsstudie von Raiffeisen Oberösterreich, für die das Marktforschungsinstitut Spectra rund 1.000 Personen befragt hat. Die Ergebnisse verdeutlichen einen Wandel im Sparverhalten: Junge Menschen wollen frühzeitig finanzielle Rücklagen bilden und interessieren sich zunehmend für Wertpapiere als Instrument für den langfristigen Vermögensaufbau.
Die Sorge um die finanzielle Zukunft schlägt sich auch im Sparverhalten nieder. 82 Prozent der jungen Befragten halten Sparen für wichtig. Für fast sechs von zehn ist die finanzielle Absicherung beziehungsweise die Altersvorsorge das wichtigste Sparziel. Reisen und andere Konsumwünsche spielen dagegen eine geringere Rolle. Zudem geben 56 Prozent an, regelmäßig eine Spardose oder ein vergleichbares Behältnis zu befüllen.
Auch bei Raiffeisen Oberösterreich zeigt sich die hohe Sparbereitschaft: Das gesamte Sparvolumen liegt konstant bei knapp über 21 Mrd. Euro. Gleichzeitig verlagert sich das Geschäft zunehmend ins Digitale. Von Jänner bis September 2026 stieg das Sparvolumen aus Neuabschlüssen gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 15,4 Prozent.
„Die Ergebnisse zeigen, dass junge Erwachsene ihre finanzielle Zukunft sehr bewusst gestalten wollen“, sagt Reinhard Schwendtbauer, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich. Der Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit und langfristiger Absicherung sei stark ausgeprägt. Damit wachse auch das Interesse, sich frühzeitig mit Vermögensaufbau und Vorsorge auseinanderzusetzen.
Wertpapiere gewinnen an Bedeutung
Neben klassischen Sparformen rücken Aktien, Fonds und börsengehandelte Indexfonds (ETFs) stärker in den Mittelpunkt. Laut der Studie können sich 64 Prozent der 16- bis 34-Jährigen vorstellen, solche Anlageinstrumente für den langfristigen Vermögensaufbau zu nutzen. Dies spiegelt sich auch in den Geschäftszahlen der Bank wider. Das Volumen auf Wertpapierdepots bei Raiffeisen Oberösterreich beträgt rund 33 Mrd. Euro – ein Plus von 13,5 Prozent im Jahresabstand.
Für junge Anleger ist dabei nicht nur die Renditechance entscheidend. Verständliche Produkte, transparente Kosten und ein einfacher Zugang zum Kapitalmarkt gewinnen ebenfalls an Bedeutung. Zugleich bleibt die persönliche Beratung gefragt: Obwohl drei Viertel der Oberösterreicher ihre Bankgeschäfte mittlerweile fast ausschließlich oder überwiegend digital erledigen, wünschen sich 82 Prozent der jungen Befragten weiterhin die Möglichkeit einer persönlichen Beratung, insbesondere bei wichtigen finanziellen Entscheidungen.
Neue Angebote für digitale Bankkunden
Mit der Produktlinie „Raiffeisen NOW“ will Raiffeisen Oberösterreich diese Bedürfnisse aufgreifen. Die beiden Angebote, das digitale „NOW Konto“ und das „NOW Depot“, sind diese Woche auf den Markt gekommen. Ersteres richtet sich an Kunden, die ihre Bankgeschäfte selbstständig und online erledigen möchten. Letzteres zielt auf junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren ab, die erste Schritte beim langfristigen Vermögensaufbau setzen wollen. Bis zu einem Depotwert von 50.000 Euro entfällt dabei die Depotgebühr. Bis zum 30. Lebensjahr ist zudem die persönliche Beratung ohne zusätzliche Kosten inkludiert.
„Wer früh beginnt, regelmäßig Geld zur Seite zu legen und Vermögen aufzubauen, schafft eine wichtige Grundlage für die eigene finanzielle Zukunft“, betont Schwendtbauer.








