Agrana mit kräftigem Gewinnrückgang

Agrana erwartet 2024/25 einen massiven Gewinneinbruch – Restrukturierungen und Werkschließungen belasten das EBIT deutlich.

Der börsenotierte Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern Agrana steht unter anderem wegen der Werkschließungen in Österreich und Tschechien im Geschäftsjahr 2024/25 vor einem Gewinneinbruch. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) dürfte von 151 Mio. (2023/24) auf 45,6 Mio. Euro im Jahresvergleich sinken, wie das Unternehmen mitteilte. Zuvor war Agrana noch von einem EBIT in Höhe von maximal 75,5 Mio. Euro ausgegangen. Auch das operative Ergebnis soll vorläufigen Zahlen zufolge von 176,7 Mio. Euro auf 76,5 Mio. Euro kräftig zurückgehen. Die vorläufigen Umsatzerlöse der Gruppe betragen rund 3,5 Mrd. Euro, nach 3,8 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2023/24.

Die Wertminderungen auf die Zuckerwerke im niederösterreichischen Leopoldsdorf und im tschechischen Hrušovany werden mit 17,4 Mio. Euro beziffert. Als einen weiteren Grund für den Rückgang nennt Agrana „Aufwendungen für weitere Reorganisationsmaßnahmen (primär Personalaufwendungen)“, die sich auf weitere 17,6 Mio. Euro belaufen. Insgesamt belasteten Agrana im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/25 solche Sondereinflüsse mit 36,4 Mio. Euro.

Von der Schließung des Werks in Leopoldsdorf sind 120 Mitarbeiter, von jener in Hrušovany 150 Personen betroffen. Für sie verspricht Agrana umfangreiche Unterstützungsmaßnahmen wie Umschulungen und Qualifikationsprogramme, Möglichkeiten zur Übernahme von Stellen an anderen Agrana-Standorten sowie individuelle Abfindungen und Beratung bei der Neuorientierung.

AusgabeRZ13-2025

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