Um einen finanziellen Polster aufzubauen, greifen die Österreicher nach wie vor in einem hohen Maß zum Bausparvertrag, wie die Zahlen des Bausparkassenverbands Österreich (BVO) zeigen. Demnach haben 37 Prozent der Menschen in Österreich einen solchen Vertrag. 26 Prozent der Bevölkerung planen, in den kommenden ein bis zwei Jahren einen neuen oder zusätzlichen Vertrag abzuschließen. Bei den 18- bis 29-Jährigen sowie in Haushalten mit Kindern liegt dieses Potenzial sogar deutlich höher. Im Vorjahr wurden etwas über 434.000 neue Bausparverträge abgeschlossen. Zum Vergleich: 2024 waren es noch über 472.000 Neuabschlüsse. Die Bauspareinlagen stiegen 2025 im Jahresvergleich um rund 626 Mio. Euro auf 15,02 Mrd. Euro. Und die vergebenen Wohnraumfinanzierungen erreichten 1,7 Mrd. Euro.
Vielfach ist das Bausparen ein Schritt, um sich den Traum vom Wohneigentum zu ermöglichen. Und dieser ist hierzulande nach wie vor groß: „82 Prozent der Österreicher würden gerne im Eigentum – Haus oder Wohnung – wohnen“, zitiert Christian Vallant, derzeit BVO-Vorsitzender und Geschäftsführer der Raiffeisen Bausparkasse (RBSK), eine Integral-Studie im Auftrag des Verbands. Im Vergleich zu 2024 habe der ohnehin schon hohe Wert im Vorjahr um 3 Prozentpunkte zugelegt. Bei den derzeitigen Mietern verzögert vor allem die gestiegene Preisentwicklung den Schritt ins Eigenheim: 56 Prozent nennen die fehlende Leistbarkeit als Grund. „Das ist doch ein riesiger Anstieg von 14 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr“, so Vallant. 43 Prozent nennen zu wenig Eigenkapital als Haupthemmnis und 25 Prozent wollen keine Schulden machen. Im Durchschnitt fehlen dieser Gruppe rund 75 Prozent der erforderlichen Mittel, um sich die eigenen vier Wände zu leisten.
Sicherheit dominiert
Hier kann der Bausparvertrag eine erste realistische Brücke zu den eigenen vier Wänden werden. „Bausparen ist für die Österreicher das Fundament für ihre finanzielle Zukunft – sicher, bewährt und einfach kalkulierbar“, streicht Andreas Kaim, Vorstandsvorsitzender der s Bausparkasse, hervor. Das bestätige auch die Integral-Studie: 83 Prozent sehen den Bausparvertrag als sichere und risikolose Form des Vermögensaufbaus, 79 Prozent stufen ihn als ideal für Kinder und Jugendliche ein, 71 Prozent erkennen darin eine exzellente Basis für künftige Eigenmittel beim Immobilienerwerb und 69 Prozent beurteilen ihn als sinnvolle Lösung für mittelfristiges Sparen. Die Treiber dieser positiven Wahrnehmung spiegeln sich auch in den konkreten Beweggründen wider: Sicherheit bleibt das entscheidende Motiv beim Abschluss eines Bausparvertrags, gefolgt von der Möglichkeit des regelmäßigen Sparens und einer attraktiveren Verzinsung gegenüber dem klassischen Sparbuch.
Wüstenrot-Generaldirektorin Susanne Riess-Hahn betont, dass das mehr als 100 Jahre bewährte Ansparmodell „ein verlässlicher Anker für die österreichische Bevölkerung“ sei. Die Kombination aus langfristiger Planbarkeit und hoher Sicherheit mache es „zu einer der attraktivsten Sparformen“. Erfreulich sei auch, dass die Hälfte der Österreicher dafür
offen sei, ihren Bausparvertrag online abzuschließen. „Das zeigt, dass die Kunden nicht nur dem Produkt vertrauen, sondern auch den modernen, digitalen Wegen, die wir dafür anbieten“, so Riess-Hahn. 16 Prozent haben das digitale Onboarding schon aktiv genutzt. Unter jungen Erwachsenen, Menschen mit Matura, höherem Einkommen oder Kindern im Haushalt ist die Online-Bereitschaft besonders ausgeprägt.
Sicherheit im Fokus
Parallel zur Sparbereitschaft wird der Fokus auch auf die Finanzierung gelegt. Obwohl 60 Prozent grundsätzlich offen für eine Wohnbaufinanzierung sind, stufen 55 Prozent Sicherheit und Verlässlichkeit – etwa durch fixe Zinssätze und stabile Konditionen – als wichtigstes Entscheidungskriterium ein. Hier punkten Bausparkassen mit ihren bewährten Modellen: 19 Prozent aller Befragten und 31 Prozent der potenziellen Finanzierungsinteressierten würden „auf jeden Fall“ ein Wohnbaudarlehen bei einer Bausparkasse abschließen. „Bausparfinanzierungen stehen seit Jahrzehnten für das gute Gefühl der Sicherheit. Durch sehr lange Fixzinsphasen können Darlehenskunden mit planbaren, langfristig stabilen Raten kalkulieren“, kommentiert Marcus Kapun, CEO der start:Bausparkasse.








