Best of Raiffeisen-Sportler 2021

Sie holten olympische Medaillen, überraschten bei Weltmeisterschaften oder sorgten für Topleistungen, die es noch nie gab. Auch 2021 war (trotz allen Corona-Ungemachs) wieder einmal ein ganz starkes Jahr für die Sportler mit dem Giebelkreuz.

Zahlreiche Raiffeisen-Sportler konnten im Jahr 2021 Erfolge feiern.

Anna Kiesenhofers Sensationsfahrt zu Gold. Bernd Wiesbergers Teilnahme als erster Österreicher am Ryder Cup. Oder das grandiose Spiel gegen Italien, in dem das ÖFB-Nationalteam Geschichte schrieb. Viele Sportler und Mannschaften, die mit Raiffeisen kooperieren, werden das Jahr 2021 in schöner Erinnerung behalten. Und das, obwohl die Corona-Pandemie auch den Sport deutlich mehr beschäftigte, als allen Protagonisten lieb war. Wir führen die größten Erfolge der Raiffeisen-Sportler auf – eine Sammlung ohne Liste auf Vollständigkeit.

ÖFB-Team Männer: Was war das für eine EURO! Zuerst gelang dem Team von Franco Foda gegen Nordmazedonien der erste Sieg bei einer Europameisterschaft überhaupt. Dann wurde mit einem Erfolg gegen die Ukraine der Aufstieg in die K.o.-Runde geschafft. Und dort lieferten Alaba, Arnautovic & Co. dem späteren Titelträger Italien einen heroischen Kampf, der erst in der Verlängerung entschieden wurde. Das ganze Land fieberte vor den TV-Bildschirmen mit, die Euphorie war groß wie lange nicht mehr. Schade nur, dass das Team in der WM-Qualifikation das Level nicht halten konnte und nun auf das Play-off hoffen muss, um 2022 nach Katar reisen zu dürfen.

ÖFB-Team Frauen: Auch Manuela Zinsberger, Carina Wenninger (hier im Interview!) & Co. sorgten im ÖFB-Dress für bärenstarke Leistungen. Als einer der drei besten Gruppenzweiten lösten sie das direkte Ticket für die EURO 2022 in England – und treffen dort im Eröffnungsspiel in Manchester auf den Gastgeber. „Da werden Träume wahr“, sagt Rekordspielerin Sarah Puntigam (114 Länderspiele). Das Husarenstück der Qualifikation war ein 1:1 gegen den großen Favoriten aus Frankreich, es war der einzige Punkteverlust der Equipe Tricolore. Der Aufschwung unter Teamchefin Irene Fuhrmann geht also ungebremst weiter.

Jakob Schubert: Bei seinen ersten Olympischen Spielen sorgte der Tiroler Kletter-Routinier gleich für ein starkes Ausrufezeichen. In der Kombination (Mischbewerb aus Lead, Bouldern und Speed) gewann er die Bronze-Medaille. Und das mit einem wahren Thriller: Erst bei der letzten Disziplin wurde in einem Kraftakt entschieden, dass sich das Edelmetall für den 31-jährigen Heeressportler ausgeht. Sein Statement: „Ein Fight bis zum Schluss – das bedeutet mir alles!“

Thomas Kammerlander: Naturbahnrodler stehen ja oft im Schatten ihrer Kollegen auf den künstlichen Eisbahnen. Doch Thomas Kammerlander schaffte es trotzdem in die überregionalen Nachrichten: Auf seiner Heimatbahn in Umhausen gewann er mit einem famosen Kufenritt den WM-Titel und krönte damit seine ohnehin sehr erfolgreiche Karriere. „Der Druck war enorm, umso schöner, dass ich es geschafft habe“, meinte der Spengler-Meister, der auch in dieser Saison wieder um den Rodel-Weltcup mitfahren will.

Anna Kiesenhofer: Aus österreichischer Sicht vielleicht der spektakulärste Erfolg des Jahres. Als No-Name-Athletin beim olympischen Rad-Straßenrennen angetreten, wagte sie früh einen Fluchtversuch – und brachte diesen souverän ins Ziel. „Eine wahnsinnige Genugtuung nach so vielen harten Jahren des Trainings“, sagte die Mathematikerin, die auch zur „Österreicherin des Jahres“ und zur „Sportlerin des Jahres“ gewählt wurde. Ihre neuen Ziele: Top-Platzierungen bei WM und EM 2022. Hier geht’s zum ausführlichen Interview!

Andreas Prommegger: Wo holt dieser Mann nur seine Energie her? Das mittlerweile 41-jährige Snowboard-Ass lehrte die Konkurrenz auch im abgelaufenen Jahr das Fürchten, auch wenn ihm der ganz große Wurf verwehrt blieb. Aber Platz zwei bei der WM in Slowenien und die gleiche Platzierung im Parallel-Weltcup sind dennoch eine bärenstarke Ausbeute. Und auch in die aktuelle Saison startete der Salzburger gleich mit einem Weltcup-Sieg in Russland. Damit ist er der älteste männliche Weltcup-Sieger aller Zeiten.

Bernd Wiesberger: Als erster Österreicher überhaupt wurde der burgenländische Golfprofi zum prestigeträchtigen Ryder Cup eingeladen, dem alle zwei Jahre ausgetragenen Kontinental-Kampf zwischen Europa und den USA. Zwar wurde das Duell in Whistling Straits aus europäischer Sicht mit 9:19 verloren, der 36-Jährige gab aber trotzdem eine gute Figur ab. „Es war eine große Ehre, Teil dieses Team zu sein und ich hoffe, es war nicht zum letzten Mal. Ich werde alles dafür tun.“ Zuvor feierte er im Mai beim „Made in HimmerLand“ den zwölften Turniersieg seiner Karriere.

Veronika Aigner: Anfang des Jahres passierte der sehbehinderten Para-Skifahrerin das Unglück, sich bei einem Trainingssturz die Kreuzbänder in beiden Knien zu reißen. Weil sie aber bis dahin überragende Ergebnisse ablieferte, war ihr der Sieg im Riesentorlauf-Weltcup trotzdem nicht mehr zu nehmen, die zweite Kristallkugel ihrer Karriere. Das aktuelle Ziel der Para-Sportlerin des Jahres 2020: rechtzeitig in Form zu kommen, um bei den Paralympics 2022 eine Medaille in Angriff nehmen zu können. Mehr dazu im Porträt der Raiffeisen-Sportlerin.

Tobias Plangger: Neben Jakob Schubert das zweite Kletter-Ass aus Tirol, allerdings um zehn Jahre jünger. Was ihn nicht daran hinderte, bei der Speed-WM in Moskau sensationell den fünften Platz einzuheimsen. Und das, obwohl er sich drei Wochen zuvor eine schmerzhafte Rippenprellung zugezogen hatte. „Damit habe ich meine eigene Zielsetzung bei Weitem übertroffen“, meinte Plangger, ehe er sich kurz darauf auch noch den österreichischen Staatsmeistertitel sicherte.

Felix Oschmautz: Von den zehn Kajak-Spezialisten, die es ins olympische Finale in Tokio geschafft haben, war der 22-Jährige ohnehin der jüngste. Dass er am Ende als Vierter hauchdünn an einer Medaille vorbeischrammte, mag auf den ersten Blick bitter aussehen, ist aber trotzdem ein großartiger Erfolg für den Kärntner. „Leider ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen. Aber die restliche Leistung war super“, sagt der Mann, der auch im Gesamt-Weltcup mit Rang vier die beste Platzierung seiner Karriere holte. Vielversprechend für seine Zukunft im Wildwasser.