Zurück zu den Wurzeln

Innovations-Expertin und langjährige Mitarbeiterin Claudia Mittermayr übernimmt ab März die Leitung des Bereichs Betriebsmittel bei der RWA.

Claudia Mittermayr, RWA Bereichsleiterin Betriebsmittel, mit einer Drohne in den Händen
(c) Ricardo Herrgott

Nachdem Christoph Metzker Anfang 2020 in den Vorstand der Raiffeisen Ware Austria (RWA) berufen wurde, übergibt er nun mit März die Bereichsleitung Betriebsmittel an Claudia Mittermayr, die noch bis April das Agro Innovation Lab der RWA leiten wird. 

Nach ihrem Studium an der Universität für Bodenkultur (BOKU) in Wien, wo sie Agrarwissenschaften und ökologische Landwirtschaft studierte, begann sie ihre Karriere bei der RWA als Projektassistenz im Bereich Betriebsmittel. Bereits dort setzte sie sich vermehrt mit landwirtschaftlichen Innovationen auseinander. So war Mittermayr maßgeblich bei der Entwicklung des Drohnen-Geschäfts der RWA beteiligt und auch eine der ersten Drohnenpilotinnen im Unternehmen. 

Durch den Fokus auf „Innovation-Services“ hat sich schnell ein eigenes Team rund um das Thema gebildet, das 2019 in die Gründung des Agro Innovation Lab, der Innovationsplattform der RWA, mündete. Im Juni 2020 übernahm Claudia Mittermayr dann die Geschäftsführung des AIL und ab März 2022 verantwortet sie dann den Bereich Betriebsmittel der RWA.

Überzeugungskraft & Flexibilität

Punkten kann die frischgebackene Bereichsleiterin vor allem durch ihre Überzeugungskraft, die sie sich über die Jahre im Innovation-Business angeeignet hat, und durch den Willen, sich stetig weiterzuentwickeln: „Um Kunden, Partner und interne Abteilungen von Neuheiten überzeugen zu können, braucht es schlagkräftige Argumente, die den Nutzen der Innovationen untermauern. Genauso muss man aber auch loslassen können, wenn etwas nicht funktioniert. Dazu braucht es größtmögliche Flexibilität und das Gespür für neue Trends.“

Eigenschaften, die ihr bei ihrer neuen Aufgabe sicher helfen werden. Immerhin fällt der Start des neuen Karriereabschnitts in eine denkbar turbulente Zeit: dramatisch gestiegene Düngerpreise, die bevorstehenden Anpassungen in der neuen GAP-Periode, die Auswirkungen des europäischen Green Deals und der Farm-to-Fork- und Biodiversitätsstrategie – gar nicht zu reden von der aktuellen geopolitischen Lage. 

Erste Aufgabe wird es sein, die im letzten Jahr erarbeite Strategie der RWA und die dazugehörenden Maßnahmen umzusetzen. Ziel ist es, sich aufgrund der genannten Herausforderungen entsprechend zukunftsfit zu positionieren. Als Beispiel im Bereich Pflanzenschutz nennt Mittermayr die Beteiligung an der Bio-Pflanzenschutzfirma „biohelp“ im Jahr 2016: „Man sieht, wir nehmen Trends sehr ernst. Durch die Beteiligung konnten wir noch stärker Know-how aufbauen und unser Portfolio erweitern.“ Gemeinsam mit biohelp wurde vor kurzem auch die „Bio-Innovation Challenge“ ausgerufen, um neue ökologische Pflanzenschutzprodukte zu finden und bewerten zu können.

Spannende Herausforderungen

Angesprochen auf die angespannte Situation bei den Düngerpreisen, kann Mittermayr den Landwirten nur raten, „auf Sicht zu fahren und sich die Düngemittel frühzeitig zu sichern, da nicht davon auszugehen ist, dass die Preise in naher Zukunft sinken werden“. Die Lagerhaus-Genossenschaften stehen als verlässlicher Partner zur Seite und können Versorgungssicherheit gewährleisten. „Sie haben genug Dünger auf Lager, allerdings ist mit einem geringeren Einsatz zu rechnen, deshalb wurden die Mengen angepasst“, so Mittermayr. 

Nichtsdestotrotz freut sie sich auf die neue Herausforderung: „Es gibt viele Veränderungen, die auf uns zukommen und Trends, an denen wir uns orientieren müssen. Eines ist sicher, es wird spannend und herausfordernd bleiben.“

Auch Vorstandsdirektor Christoph Metzker freut sich auf eine intensive und erfolgreiche Zusammenarbeit: „Wir haben uns für Claudia Mittermayer als Bereichsleiterin für Betriebsmittel entschieden, weil sie von ihrem Know-how, von ihrer Erfahrung und von ihrer Haltung den richtigen Spirit für die zukünftigen Herausforderungen mitbringt.“