2025 war für die Kepler-Fonds, Tochter der Raiffeisenlandesbank OÖ, ein starkes Wachstumsjahr mit einem neuen Rekordwert. Das verwaltete Gesamtvermögen stieg dank einer starken Börsenentwicklung im Vorjahr um 2 Mrd. Euro oder 9 Prozent auf das Allzeithoch von 24,6 Mrd. Euro. Davon wurden rund 16,4 Mrd. Euro für institutionelle Kunden veranlagt, während die restlichen 8,2 Mrd. Euro auf das Retail-Geschäft entfielen.
Kepler-Geschäftsführer Andreas Lassner-Klein hebt in seiner Bilanz das Wachstum in der Raiffeisenbankengruppe OÖ, dem Hauptvertriebspartner, hervor: „Der Brutto-Absatz bei Publikumsfonds betrug 2025 in den oberösterreichischen Raiffeisenbanken rund eine Milliarde Euro. Das Ansparvolumen in den insgesamt 97.000 Kepler-Fondssparplänen liefert mittlerweile schon über 190 Millionen Euro im Jahr. Zudem erreichte auch die digitale Vermögensverwaltung „WILL“ mit über 150 Millionen Euro einen neuen Höchststand.“
Eine wichtige Rolle in der Investmentstrategie spielt die Zusammenarbeit mit der Johannes Kepler Universität Linz und der FH Hagenberg. „Wir bündeln die gemeinsame Finanzmarktforschung im Kepler Research Center und haben mit der Integration von Künstlicher Intelligenz und Behavioral Finance starke Unterscheidungsmerkmale zu den Mitbewerbern“, erläutert Lassner-Klein.
Positiver Ausblick
Für 2026 erwartet der Kepler-Geschäftsführer ein spannendes Anlagejahr: „An den globalen Finanzmärkten zeigt die Konjunktur-ampel für die nächsten Monate grün. Die Politik der Notenbanken sollte unterstützend wirken.“ Die Aktienbewertungen seien in manchen Teilen zwar hoch, in anderen Teilen aber im langjährigen Schnitt. Die Chancen, auch im Anleihebereich ansprechende Renditen zu verdienen, seien weiterhin intakt. „Somit scheinen die Bedingungen für einen weiteren Aufschwung gegeben. Höhere Volatilitäten werden wir durch geopolitische Unwägbarkeiten aber wohl in Kauf nehmen müssen“, prognostiziert der Finanzmarktexperte.
Auch Branche im Höhenflug
Doch nicht nur Kepler-Fonds, sondern auch die gesamte österreichische Fondsbranche nutzte das starke Börsenumfeld, um neue Höhen zu erklimmen. So legte im Vorjahr das Fondsvolumen der österreichischen Wertpapier-Verwaltungsgesellschaften (VWGs) um 7,5 Prozent auf den Rekordwert von 236,5 Mrd. Euro zu, berichtete die Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften mit. Die Nettomittelzuflüsse betrugen 7 Mrd. Euro. Am höchsten waren sie bei Aktienfonds mit rund 3,9 Mrd. Euro, gefolgt von den Rentenfonds (3,1 Mrd. Euro). Die Gesamthöhe der Ausschüttungen erreichte im Vorjahr 1,7 Mrd. Euro und die Kursgewinne beliefen sich auf 11,2 Mrd. Euro.
Die nachhaltigen Investmentfonds gemäß den Artikeln 8 und 9 der Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) erreichten ein Fondsvolumen von 123,6 Mrd. Euro, ein Plus von 7,8 Prozent. Hier gab es einen Nettomittelzufluss von 1,7 Mrd. Euro.









