Zukunftsfit aufgestellt

Die Leipnik-Lundenburger Invest steigerte den Umsatz in allen Segmenten.

Josef Pröll im Interview
Generaldirektor Josef Pröll sieht die LLI auf einem guten Weg. (c) RZ/Blach

Im Geschäftsjahr 2020/21 konnte die Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs AG (LLI) den Umsatz in den Segmenten Mehl & Mühle sowie Vending steigern. Konkret erwirtschaftete die LLI Umsatzerlöse von 1,1 Mrd. Euro, was einem Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Jahr davor entspricht. Das Ergebnis vor Steuern liegt mit 31,0 Mio. Euro unter dem Gewinn von 2019/20 von 48,3 Mio. Euro, was mit dem Wegfall positiver Einmal- und Sondereffekte aus dem Segment „Sonstige“ erklärt wird. 

Insgesamt sei das abgelaufene Geschäftsjahr unter dem Eindruck einer teilweisen Normalisierung der Nachfrage in Richtung Vor-Krisen-Niveau, steigenden Energiepreisen sowie einem volatilen Weltmarkt insbesondere im Getreidebereich gestanden. LLI-Generaldirektor Josef Pröll sieht mit den Kennzahlen die Strategie bestätigt: „Die LLI hat den eingeschlagenen Nachhaltigkeits- und Wachstumspfad fortgesetzt. So hat die GoodMills Deutschland mit der modernsten Mühle Europas neue Maßstäbe bei der Effizienz und Hygiene gesetzt.“ 

Im Bereich Vending waren die beiden vergangenen Jahre geprägt von veränderten Anforderungen durch Home-Office und neue Arbeitswelten. Café+Co hat auf die neuen Ansprüche mit neuen Angeboten wie der „Mocca Manufaktur“ – einem flexiblen Mietmodell für Kaffeemaschinen – reagiert. „Das zeigt, dass die LLI mit innovativem Denken und vorausschauenden Ideen die richtigen Antworten auf aktuelle Herausforderungen findet und zukunftsfit aufgestellt ist“, so Pröll.

Mehl & Mühle

Die GoodMills Group erzielte 2020/21 Umsatzerlöse in der Höhe von 874,0 Mio. Euro. Das Ergebnis von 16,0 Mio. Euro (GJ 2019/20: 30,2 Mio. Euro) wurde dabei von verschiedenen Faktoren beeinflusst: Zum einen sind die Kosten für Energie und Logistik hoch. Aufgrund von Ernterückgängen insbesondere in den USA und Kanada und auch aufgrund regenbedingter niedrigerer Erntemengen bei Qualitätsweizen sind die Preise vor allem für Weizen stark gestiegen. Da auch die Nachfrage nach Marken- und Paketmehlen wieder nachgelassen hat, ist der Anteil des Industriemehls an der Gesamtvermahlungsmenge von insgesamt 2,74 Mio. Tonnen wieder gestiegen. 

Wie bereits in den Vorjahren wird auch künftig der Fokus auf Innovation, Effizienzsteigerung und Markenpräsenz gelegt. So konnte GoodMills in Deutschland den Mühlenneubau in Krefeld als Teil der Investitionsoffensive wie geplant im Spätsommer 2021 fertigstellen. Durch die Effizienzsteigerung und mit einer Vermahlungskapazität von 408.000 Tonnen pro Jahr legt die GoodMills Group damit die Basis für nachhaltiges Wachstum und will neue Maßstäbe bei Produktsicherheit, Hygiene und Energieeinsatz setzen. Auch das in Polen gestartete Ausbau- und Modernisierungsprojekt der Mühle in Kutno trage zum eingeschlagenen Nachhaltigkeits- und Wachstumspfad bei.

Höhere Effizienz

Im Segment Vending hat sich das Geschäft nach den Auswirkungen der Corona-Pandemie mit Home-Office sowie Rückgängen im öffentlichen Raum, Tourismus und dem damit verbundenen eingeschränkten privaten und beruflichen Reiseverkehr wieder erholt. Die Café+Co-Gruppe verzeichnete im Geschäftsjahr 2020/21 daher ein Gerätewachstum von rund 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei setzte sich der Trend fort, dass der Bereich Heißgetränkeautomaten und Office Coffee Service stagniert, während sich der Bereich Nicht-Heißgetränkeautomaten (NHGA) positiv entwickelt. 

Der NHGA-Bereich wies eine Portionssteigerung auf, was neben dem Gerätewachstum auch mit der veränderten und verstärkten Konsumation durch die Corona-Pandemie erklärt wird. Insgesamt hat die Café+Co-Gruppe einen Umsatz von 219,1 Mio. Euro erwirtschaftet, was einem Plus von 4,3 Prozent entspricht. Das Ergebnis ist aufgrund von Kosteneinsparungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen während des ersten Corona-Jahres trotz der Preisanstiege für Rohkaffee und Füllstoffe auf 10,54 Mio. Euro gestiegen.

Mitte Mai 2021 hat Café+Co zudem ihr Produktportfolio um die „Mocca Manufaktur“ für Österreichs Büros sowie Klein- und Mittelunternehmen erweitert. Das Konzept bietet kompakte und individuell konfigurierbare Kaffeemaschinen. Dank eingebauter Telemetrie-Einheiten kann das Serviceteam die einfache Handhabung und einwandfreie Funktionstüchtigkeit der Geräte sicherstellen. hell