2026 feiert das Museum Gugging sein 20-jähriges Bestehen. Seit der Nachkriegszeit entstehen in Gugging Kunstwerke von radikaler Eigenständigkeit, die der französische Künstler und Begründer der Art Brut, Jean Dubuffet, dieser Kunstform zuordnete.
2006 eröffneten Johann Feilacher und Nina Katschnig schließlich das Museum, das sich dem künstlerischen Schaffen der Gugginger Künstler widmet und mit seinen wechselnden Sonderausstellungen spannende Einblicke in die internationale Art Brut und andere bildende Künste gibt.
Gleichwertige Kunst
Das heurige Jubiläum ist Anlass für eine umfassende Präsentation der Gugginger Kunst auf der gesamten Ausstellungsfläche des Museums und bildet den Schwerpunkt des Jubiläumsjahres. Ziel ist es, die Kunst aus Gugging gleichwertig mit jeder anderen Kunst zu präsentieren.
Im Fokus von „museum gugging.! 20 jahre kUNSt“ stehen ab 16. März 20 Gugginger Künstler und deren Werke aus den späten 1960er-Jahren bis in die Gegenwart. Darunter befinden sich sowohl bekannte Namen wie Oswald Tschirtner oder Heinrich Reisenbauer als auch unbekanntere Künstler wie Josef Bachler oder Franz Artenjak. Besonders prominent vertreten sind August Walla und Johann Hauser, zwei zentrale Figuren der Gugginger Kunst.
Mehrere Jubiläen
August Walla hätte 2026 seinen 90. Geburtstag gefeiert, Johann Hauser seinen 100. Geburtstag. Darüber hinaus wird das 40-jährige Bestehen des „Hauses der Künstler“ begangen, das seit seiner Gründung 1981 Wohn- und Arbeitsraum für Künstler ist, sowie das 25-jährige Jubiläum des Ateliers Gugging.
Außerdem wird es einen eigenen Ausstellungsraum, den „guggkasten“ geben, der abwechselnd einzelnen Künstlern oder Schwerpunkten gewidmet ist. Den Auftakt macht Tex Rubinowitz mit der Ausstellung „Stickstoff“, bei der das maschinelle Nähen als kreativer Prozess dargestellt wird.









