Über dreißig Stadtansichten von Eggenburg umfasst das neue Buch von Gerhard Dafert und Ralph Andraschek-Holzer, das am 20. Februar in der Raiffeisenbank Eggenburg der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Bekannte Motive ebenso wie bislang kaum beachtete Ansichten werden in „Historische Eggenburg-Ansichten von Barock bis Fin de Siècle: Neue Forschungen und Erkenntnisse“ erstmals geschlossen analysiert und in einen stadtgeschichtlichen Entwicklungsrahmen eingeordnet.
Ergebnis des Wandels
Durch eingehende Untersuchung aller Details erscheinen viele historische Bauten der Stadt in einem völlig neuen Licht und zeigen zugleich die Grenzen und Möglichkeiten bildlicher Quellen auf. „Uns ging es darum, Eggenburgs Stadtbild nicht als statische Größe zu betrachten, sondern als Ergebnis eines vielschichtigen Wandels, der sich in Bildern besonders eindrucksvoll widerspiegelt“, erklärt Autor Gerhard Dafert. Im Mittelpunkt des Buches steht daher das Nachvollziehen von Veränderungen im Stadtbild, von Befestigungsanlagen über Sakralbauten bis hin zu repräsentativen Bürgerhäusern.
Ein Highlight der Publikation ist die wohl älteste bekannte Fotografie eines Eggenburg-Motivs: ein um 1855 entstandenes Lichtbild des „Gemalten Hauses“ vom Wiener Foto-Pionier Andreas Groll.
Einen besonderen Schwerpunkt legten die Autoren auf die kritische Auseinandersetzung mit dem Quellenwert der Ansichten, wobei auch Raum für begründete Spekulation bleibt, wenn schriftliche Belege fehlen. „Topografische Ansichten sind keine bloßen Illustrationen, sondern ernst zu nehmende historische Quellen, deren Aussagekraft sich oft erst bei genauer Analyse zeigt“, erklärt Andraschek-Holzer. Das Buch zeichnet sich durch Tiefgang mit wissenschaftlichem Anspruch aus. Es zeigt eine Vielzahl an Ansichten, ohne ein reines „Bilderbuch“ zu sein.









