RB Mittleres Mostviertel: „Wir sind Taktgeber in unserer Region“

Die Raiffeisenbank Mittleres Mostviertel weist für 2025 ein solides und stabiles Ergebnis aus.

Bei ihrer ordentlichen Generalversammlung blickte die Raiffeisenbank Mittleres Mostviertel auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Im stilvollen Ambiente von Schloss Luberegg begrüßte Obmann Leopold Gruber-Doberer rund 350 Fest- und Ehrengäste aus Wirtschaft, Politik und dem öffentlichen Leben. Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds konnte die Regionalbank erneut ein solides Ergebnis erzielen und damit ihre Rolle als wichtiger Impulsgeber für die Region unterstreichen.

„Als Genossenschaft schütten wir keine Dividenden an Aktionäre aus, sondern gestalten mit unseren Gewinnen die Region und damit unsere Heimat mit“, betonte Gruber-Doberer. Die Raiffeisenbank investiere konsequent in persönliche Beratung, moderne Bankdienstleistungen sowie in die Unterstützung von Vereinen, regionalen Initiativen und gemeinnützigen Organisationen. Damit leiste sie einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität und wirtschaftlichen Stärke.

Das Geschäftsgebiet erstreckt sich über mehr als 100 Kilometer und umfasst unterschiedliche wirtschaftliche Strukturen und Rahmenbedingungen. In insgesamt 20 Bankstellen sowie in der Zentrale in Wieselburg beschäftigt das Institut 253 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und zählt damit zu den bedeutenden Arbeitgebern vor Ort. „Wir sind Taktgeber in unserer Region“, zeigte sich Gruber-Doberer stolz. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies in der Wertschöpfungsbilanz: Insgesamt flossen 63,8 Mio. Euro in Form von Gehältern, Steuern, Investitionen, Sponsorings und Förderungen zurück in die Region.

Genossenschaftliche Werte

Gastredner Johannes Rehulka, Generalsekretär des Österreichischen Raiffeisenverbandes, stellte sein Referat unter den Titel „Die Wir-Kraft für Österreich“. Dabei verwies er auf aktuelle Umfrageergebnisse, wonach die Bevölkerung mit Raiffeisen vor allem die Werte Vertrauen, Sicherheit und wirtschaftlichen Erfolg verbindet. Diese hohe Glaubwürdigkeit resultiere daraus, dass Raiffeisen seine genossenschaftlichen Grundsätze konsequent lebe. Rehulka betonte zudem die internationale Bedeutung des Genossenschaftsgedankens: Weltweit seien rund 1,3 Milliarden Menschen Mitglied einer Genossenschaft, das entspricht etwa 12 bis 15 Prozent der Weltbevölkerung.

Als zentrale Herausforderungen nannte er die Ansprache junger Menschen, die fortschreitende Digitalisierung sowie die Sichtbarkeit und Wahrnehmung vor Ort. Mit Instrumenten wie dem Wertschöpfungs- und dem Sozialbericht wolle der ÖRV noch stärker aufzeigen, welchen Beitrag Raiffeisen für die Regionen leistet. Die Stärke der Marke Raiffeisen beruhe letztlich darauf, die eigenen Werte glaubwürdig vorzuleben und damit das Vertrauen der Menschen langfristig zu sichern.

Gesunde Geschäftszahlen

Die wirtschaftlichen Kennzahlen bestätigen die stabile Entwicklung der Bank. Die Bilanzsumme erreichte zum Jahresende 2,337 Mrd. Euro, ein Plus von 3,08 Prozent. Die Einlagen sind auf 2,033 Mrd. Euro gestiegen, die Ausleihungen erhöhten sich auf 1,778 Mrd. Euro und leisten einen hohen Finanzierungsbeitrag für die regionale Wirtschaft. Die Eigenmittel stiegen von 267,5 auf 280,5 Mio. Euro und bilden damit eine starke Grundlage für die zukünftige Entwicklung. Das Money under Management lag bei 4,82 Mrd. Euro. 

Auch die Ertragslage entwickelte sich erfreulich. Wie Geschäftsleiter Kurt Moser berichtete, lag das Betriebsergebnis bei 41,8 Mio. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) betrug 18,4 Mio. Euro. Die harte Kernkapitalquote wurde mit 17,28 Prozent ausgewiesen. „Diese gesunde Substanz und gute Ertragssituation gibt uns die Kraft für eine erfolgreiche Zukunft“, so Moser. 

Neue Führungskräfte

Neben den wirtschaftlichen Erfolgen standen auch personelle Weichenstellungen im Mittelpunkt. Nach 28 Jahren Funktionärstätigkeit legte Harald Wehrberger seine Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender zurück. Zu seinem Nachfolger wählten die Delegierten Johann Kamleitner, der als Geschäftsführer des Maschinenrings Melk tätig ist. Unterstützt wird er von Karin Mellmer als Stellvertreterin.

Zudem hat mit 1. Juni Manfred Hackl offiziell die Funktion des dritten Geschäftsleiters übernommen. Der Risikomanagement-Experte verfügt über mehr als zwei Jahrzehnte Bank­erfahrung und bildet gemeinsam mit Hannes Scheuchelbauer und Kurt Moser das Führungsteam der Raiffeisenbank. „Kräfte bündeln, Vertrauen leben und die Zukunft unserer Region mutig, aber auf sicherem Fundament gestalten“, betonte Hackl.

Mit den starken wirtschaftlichen Ergebnissen, einer soliden Eigenkapitalbasis und personellen Weichenstellungen für die Zukunft sieht sich die Raiffeisenbank Mittleres Mostviertel bestens gerüstet, ihre Rolle als verlässlicher Finanzpartner und regionaler Gestalter auch in den kommenden Jahren erfolgreich wahrzunehmen.

AusgabeRZ25-2026

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