Die Lagerhaus-Genossenschaften Innviertel-Traunviertel-Urfahr (ITU) und Schärding haben den Weg für ihre gemeinsame Zukunft geebnet. Bei den Generalversammlungen Anfang Juni sprachen sich die Eigentümervertreter mit großer Mehrheit für den Zusammenschluss aus. In Aspach fiel der Beschluss einstimmig, in Schärding sprachen sich 95 Prozent dafür aus.
„Die große Zustimmung zeigt das Vertrauen unserer Eigentümervertreter und bestätigt unseren gemeinsamen Weg“, freut sich ITU-Obmann Franz Schachinger, der künftig den Vorsitz des Aufsichtsrates übernehmen wird. Die neue Größe schaffe zusätzliche Möglichkeiten für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Unternehmens und stärke die wirtschaftliche Basis für künftige Investitionen.
Neue Organisation
Auch organisatorisch stellt sich das neue Lagerhaus zukunftsfit auf. Den Vorstand bilden die hauptberuflichen Geschäftsführer Helmut Barth als Vorsitzender, Christoph Moser und Christian Irnberger. Die Interessen der Eigentümer werden durch einen 24-köpfigen Aufsichtsrat vertreten.
Verbandsdirektor Norman Eichinger präsentierte das neue Organisationsmodell. Die beiden bisherigen Genossenschaften bleiben bestehen und bringen ihren Geschäftsbetrieb in die neue operative Gesellschaft Lagerhaus Inn-Traun-Donau eGen ein. Dafür erhalten sie entsprechende Geschäftsanteile. Sobald der Abschluss der behördlichen Genehmigungen vorliegt, kann die technische Zusammenführung starten. Mit einem Gesamtumsatz von rund 430 Mio. Euro, 70 Standorten und etwa 1.000 Mitarbeitern entsteht damit Österreichs größtes Lagerhaus, wo die Landwirte noch die Eigentümer sind.
Gastredner und RWA-Aufsichtsratsvorsitzender Michael Göschelbauer würdigte die Entscheidung als wichtigen Beitrag zur Stärkung des gesamten Lagerhaus-Verbundes. Auch Hermann Stadler, Obmann des Lagerhaus Schärding und künftiger stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, sieht große Chancen: „Die Fusion schafft finanziellen Spielraum für notwendige Investitionen und hilft uns gleichzeitig, die Nähe zu unseren Mitgliedern und Kunden langfristig zu sichern.“ Dieser Einschätzung schlossen sich auch die künftigen Aufsichtsratsvorsitzenden-Stellvertreter Stefan Kammerhuber und Martin Schurm an.
Solide Wachstumsbasis
Im Rahmen der Generalversammlung wurden in Aspach auch die Geschäftszahlen für das Jahr 2025 präsentiert. Trotz eines wirtschaftlich herausfordernden Umfelds konnte ein positives Ergebnis von 1,5 Mio. Euro erzielt werden. Das neue Lagerhaus Inn-Traun-Donau startet mit einer starken finanziellen Basis: Durch die Einbringung der Vermögenswerte und Grundstücke steigt die Eigenkapitalquote von 42,8 auf nahezu 50 Prozent.
„Unsere Lagerhausgenossenschaft blickt auf mehr als 100 Jahre erfolgreiche Entwicklung zurück. Besonders die vergangenen Zusammenschlüsse haben uns gestärkt und viele neue Möglichkeiten eröffnet. Deshalb gehen wir auch die nächsten Schritte mit Zuversicht und großer Motivation an“, betont Schachinger.








