Starkes Netzwerk

Netzwerke stärken, verbinden und treiben Ideen voran. Der Funktionärinnen-Beirat nutzt dieses Werkzeug seit mehr als zehn Jahren sehr erfolgreich auf dem Weg zu mehr Sichtbarkeit und zur Stärkung von Frauen in den Raiffeisen-Gremien. Zwei Mal im Jahr treffen sich Vertreterinnen aller Bundesländer aus den Sparten Banken, Lagerhäuser und Molkereien, um sich auszutauschen und aktuelle Themen zu diskutieren. 

Bettina Kastner, Personalleiterin des ÖRV, die den Beirat seit der Gründung 2014 koordiniert, lud kürzlich zum Frühjahrstreffen ins neue Raiqa der RLB Tirol. Dabei wurde Barbara Hausegger-Hörmann (Steiermark) als neues Mitglied begrüßt, Doris Haidlen-Birnbaumer, langjährige Funktionärin in Tirol, mit Dank für ihr Engagement aus dem Funktionärinnen-Beirat verabschiedet.

Social-Media-Schwerpunkt

Beiratsvorsitzende Evelin David (Bgld.) und ihre Stellvertreterin Maria Neubauer (OÖ) gaben einen Überblick über die Aktivitäten seit dem letzten Herbsttreffen – von der Infotagung der Spitzenfunktionäre und der MVÖ-Funktionärstagung mit Vorstellung des Funktionärinnen-Beirats über Generalanwaltschaftssitzungen bis zu Social Media, medialer Präsenz und die Erstellung eines Fact Sheets zur Gewinnung neuer Funktionärinnen reichten die Inhalte. 

Künftig möchte man auch auf den Social-Media-Kanälen noch mehr Bewusstsein schaffen. Zu diesem Zweck wurde im Rahmen des Frühjahrstreffens eine Social-Media-Schulung organisiert, in der Christine Hofer (Markenkommunikation RLB Tirol) und Robin Kofler (Recruiting RLB Tirol) Tipps und Empfehlungen für Postings und Videos gaben. Gemeinsam wurde schließlich ein Social-Media-Leitfaden erarbeitet und beschlossen. 

Die Bundesländer-Vertreterinnen berichteten von ihren Fortschritten bzw. Herausforderungen auf dem Weg zu mehr Funktionärinnen in den Gremien. In allen Bundesländern werden regelmäßig eigene Netzwerktreffen abgehalten, dazu kommen Initiativen, wie etwa das Frauen-Netzwerk „Frieda“ in Tirol oder „Treffpunkt:Amalie“ in Salzburg sowie Weiterbildungsangebote. 

Das starke Netzwerk macht sich bezahlt, hat man doch 2025 das erste Zwischenziel für die Bankengruppe mit einem durchschnittlichen Funktionärinnen-Anteil von 25 Prozent geschafft. „Funktionärinnentreffen sind ein wichtiger Multiplikator. Sie wirken wie ein positiver Schneeballeffekt“, freut sich Kastner über die Fortschritte. Bei den Molkereien und Lagerhäusern, die erst seit 2022 im Beirat vertreten sind, ist man auch auf einem guten Weg. Die nächsten Zwischenziele: 33 Prozent bei den Banken und 15 Prozent bei den Lagerhäusern und Molkereien bis 2030.

Dass ein Netzwerk nicht auf das eigene Land beschränkt sein muss, zeigte der Besuch der Funktionärinnen des RV Südtirol. Dabei gab es Gelegenheit, sich über Ziele, Herangehensweisen und neue Ideen auszutauschen. Beim gemeinsamen Abend unter dem Motto „Raiffeisen Female Power“, zu dem die RLB Tirol und der RV Tirol luden, stand der Austausch mit Geschäftsleiterinnen und Führungskräften im Fokus.

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