Bei der 19. Preisverleihung des inklusiven Literaturpreises „Ohrenschmaus“ im Raiffeisenhaus Wien wurden 19 Autoren mit Lernbehinderung für ihre literarischen Werke ausgezeichnet. Insgesamt wurden 236 Texte aus Österreich, Deutschland und Südtirol eingereicht. Franz-Joseph Huainigg, der den Preis 2007 ins Leben gerufen hat, freut sich über die wachsende Anzahl an eingesendeten Texten: „Die Einreichungen machen Mut in diesen schwierigen Zeiten. Sie zeigen, wie Literatur Freude schafft und wie wertvoll der Beitrag von Menschen mit Lernbehinderung für das Miteinander ist. Diese Stärken müssen gefördert werden.“
Ausgewählt werden die Gewinnertexte jährlich vom Schirmherrn Felix Mitterer und einer renommierten Jury, bestehend aus Arno Geiger, Bettina Hering, Heinz Janisch, Günter Kaindlstorfer, Ludwig Laher und Lisa Taschek. Drei neuentdeckte Talente dürfen sich heuer über den Hauptpreis von jeweils 1.000 Euro freuen: Kurt Engleder, Monika Hochgruber und Laurin Schedereit. Erstmalig vergab die Jury auch einen Sonderpreis für das Lebenswerk, der an den mehrfachen Literaturpreisträger Peter Gstöttmeier ging. Mit seiner letzten Einreichung verabschiedet sich Gstöttmeier vom Ohrenschmaus.
Der langjährige Gastgeber und Sponsor der Preisverleihung, Raiffeisen NÖ-Wien, betont die Bedeutung des Events: „Raiffeisen NÖ-Wien begleitet den Verein Ohrenschmaus mit voller Überzeugung und großem Engagement.“ Für Martin Hauer, Vorstandsmitglied der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, ist der Preis mehr als eine Auszeichnung: „Er ist ein Symbol für gelebte Inklusion, Chancengleichheit und steht für Mut und Offenheit. Damit setzen wir ein klares Zeichen für Werte, die heute wichtiger denn je sind: solidarisches Handeln und gesellschaftliche Verantwortung.“
Den Zotter-Schokoladen-Preis zum Thema „Freundschaft“ erhielten heuer Karin Brenner, Tanja Heiss, Karin Meyer sowie Alois Schörghuber. Ihre Texte erscheinen auf der neuen Edition der Ohrenschmaus-Schokolade, die von der Grafik-Anstalt entworfen wurde. Die Schokolade ist auf der Seite des Vereins erhältlich. Einen Platz auf der Ehrenliste bekamen die Texte von Annemarie Delleg, Anton Blitzstein, Henri Hirti, Hermann Resch, Franz Schwager, Daniela Kedro, Renate Seiberl, Marvin Prodner, Viktor Noworksi, Elisabeth Stachl und Ruth Oberhuber.
Alle prämierten Texte sind im Buch „Reden reden reden, bis ich mir selbst auf die Nerven gehe!“ in der Ohrenschmaus-Edition des Verlages Buchschmiede erschienen.








