Die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien (RH NÖ-Wien) und die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien (RLB NÖ-Wien) haben einen Grundsatzbeschluss gefasst, den operativen Betrieb der Holding – einschließlich der Industriebeteiligungen – per Downstream-Abspaltung auf die 100-Prozent-Tochter RLB NÖ-Wien zu übertragen.
Damit wird der gesamte operative Betrieb der Holding (mit wenigen Ausnahmen) künftig in der RLB NÖ-Wien gebündelt. Dazu gehören sowohl das Bankgeschäft als auch die Industriebeteiligungen. Die Bankkonzession wird die Holding nach Durchführung der Spaltung zurücklegen. Sämtliche Mitarbeitende der Holding werden in die RLB überführt.
Mehr Effizienz und Transparenz
Ziel der Transaktion ist zum einen eine Vereinfachung der historisch gewachsenen Konzernstruktur, zum anderen soll die Steuerung der Beteiligungen künftig effizienter gestaltet und die Position der RLB NÖ-Wien am Kapitalmarkt durch mehr Transparenz gestärkt werden, wie Obmann Erwin Hameseder und Generaldirektor Martin Hauer vor Journalisten mitteilten. Nach dem heutigen Grundsatzbeschluss werden für 9. September 2026 eine a.o. Hauptversammlung und Generalversammlung einberufen, wo die finalen Beschlüsse gefasst werden sollen. Noch im September soll auch das Grüne Licht der EZB zu dieser Transaktion erfolgen, sodass rückwirkend per 1. Jänner 2026 die neue Konzernstruktur umgesetzt werden kann.
Zum weitreichenden Portfolio der Raiffeisen-Holding gehören unter anderem Anteile am Baukonzern Strabag, der Molkerei NÖM, dem Agrarkonzern Leipnik-Lundenburger Invest (LLI), dem Nahrungsmittel- und Industriekonzern Agrana sowie Medienbeteiligungen wie dem „Kurier“. An den bestehenden Beteiligungsverhältnissen an der RH NÖ-Wien sowie an der RLB NÖ-Wien ändert sich durch die Transaktion nichts.
Die Holding soll als reine Finanzholding bestehen bleiben und wird sich vor allem um genossenschaftlichen Kernaufgaben wie der Interessenvertretung ihrer Mitglieder, um das Thema Bildung sowie um die Umsetzung des genossenschaftlichen Förderauftrages kümmern. Nach erfolgter Spaltung bleibt der Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien auch weiterhin Aufsichtsrats-Vorsitzender der RLB NÖ-Wien sowie Aufsichtsrats-Vorsitzender der Raiffeisen Bank International. Der Aufsichtsrat der RLB NÖ-Wien wird um Vertreter des Aufsichtsrates der Raiffeisen-Holding aufgestockt.








