„Bei uns geht es grundsätzlich schnell“

Begonnen hat alles mit einer Bewertung für ein Wohnhaus. Doch letztendlich wurde es viel mehr: Thomas Jesner, Raiffeisen Immobilien Makler, und Andreas Santner, Finanzierungsberater, beide in der Raiffeisenbank Lungau, erzählen, wie sie zwei Kunden bei ihren Immobiliengeschäften erfolgreich unterstützt und begleitet haben.

Immer wieder ist zu hören, dass sich in den vergangenen Monaten die Verwertungszeit für Immobilien deutlich verlängert hat. Sie allerdings haben noch im August 2023 eine Immobilie in Rekordzeit verkauft  …
Thomas Jesner: Das stimmt. Das Objekt, von dem Sie sprechen, war binnen fünf Wochen verkauft. 

Wie ist es dazu gekommen?
Jesner: Begonnen hat es damit, dass ein Kunde eine Bewertung für das Objekt – ein Einfamilienhaus, bestehend aus einer Wohnung und fünf Doppelzimmern zur touristischen Nutzung – wollte.

Das heißt, er wollte zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht verkaufen?
Jesner: Der Kunde war sich noch nicht sicher. Er war sich nämlich noch nicht sicher, ob er in der Pension in Österreich bleiben oder doch lieber in sein Geburtsland Ungarn zurückkehren sollte. Letztendlich hat er sich für Zweiteres und in Folge für den Verkauf – und zwar mit
unserer Unterstützung – entschieden.

Noch einmal zurück zu dem in der aktuellen Zeit doch überraschend flotten Abschluss: War das Haus so außergewöhnlich?
Jesner: Es war speziell. Das Haus stammt nämlich aus den 1930er-Jahren, viel ist seither nicht daran geändert worden. Die Doppelzimmer, die eben an Feriengäste vermietet werden, haben beispielsweise kein eigenes Bad und WC – wobei die Bäder saniert wurden. Auch energietechnisch war es eine Herausforderung: Es gibt zwar neue Fenster und eine Pelletsheizung, aber das Dach ist nicht gedämmt. Aber gleichzeitig punktet die Immobilie mit dem Charme des Alten.

Und hat somit einen Liebhaber gefunden …
Jesner: So ist es. Der Käufer macht es übrigens genauso wie der Verkäufer: Er wohnt hier und vermietet die Zimmer.

Mit dem Verkauf beziehungsweise dem Kauf ist die Geschichte aber noch nicht zu Ende.
Jesner: Man könnte aber auch sagen, dass beides der Beginn einer neuen Geschichte war – wo mein Kollege Andreas Santner die Hauptrolle spielt.

Inwiefern?
Andreas Santner: Zum einen, weil der Käufer den Kaufpreis über mich und nicht über seine Hausbank finanziert hat. Nachdem der Kauf gerade in die Zeit der steigenden Zinsen gefallen ist, war ihm Sicherheit wichtig: Unser Vorschlag eines Fixzinsdarlehens für sechs Jahre, abgewickelt über die Raiffeisen Bausparkasse, hat ihm zugesagt. Zum anderen habe ich den Käufer hinsichtlich einer Veranlagung beraten – und auch er hat meinem Vorschlag zugestimmt.

Alles aus einer Hand – so lautet doch das Motto von Raiffeisen Immobilien?
Jesner: Ja. Wir wollen ja schließlich unsere Kunden rundum betreuen und ihnen damit Wege und Zeit sparen.

Im aktuellen Fall hat das ganz besonders zugetroffen …
Jesner: Ja, der Käufer hat das Finanzierungsangebot gleich bekommen.

Sind Sie beide immer so schnell?
Jesner: Bei uns geht es grundsätzlich schnell. Die Angebote sollten binnen zwei Tagen draußen sein.

Eine Win-win-Situation …
Santner: Ja, aber für alle Beteiligten – Makler, Finanzierung und Käufer beziehungsweise Verkäufer. Abgesehen davon wäre es ja schade, die sich bietenden Synergien nicht zu nutzen. Warum soll ich Kunden, die mir erzählen, dass sie eine Bewertung brauchen oder eine Immobilie kaufen oder verkaufen wollen, nicht eine Tür weiter zu den Kollegen schicken.
Jesner: Das gilt umgekehrt genauso.

Ist Ihre Zusammenarbeit immer so erfolgreich?
Jesner: Man kann sagen, dass drei Viertel aller Objekte, deren Verkauf über Raiffeisen Immobilien abgewickelt wird und wobei eine Finanzierung benötigt wird, auch über unser Haus finanziert werden.
Santner: Das hängt auch mit der Zusammenlegung der vier Raiffeisenbanken und der Immobilienbüros im Lungau im Jahr 2018 zusammen. Das hat dazu geführt, dass es nun viel Fachexpertise im Haus gibt und die Experten Tür an Tür sitzen – das hat uns viel schlagkräftiger gemacht.

Der Immobilienmarkt befindet sich in heftigen Turbulenzen – wie gehen Sie damit um?
Santner: Die Turbulenzen sind bis jetzt immer vorbeigegangen, ich bin überzeugt, dass es auch diesmal so sein wird.
Jesner: Das sehe ich genauso. Ich bin seit 2004 in der Maklerei und habe viele Höhen und Tiefen mitgemacht. Man muss auch sagen, dass der Markt zuletzt wirklich verrückt war und jetzt wieder Normalität eingekehrt ist. 

Aus der AusgabeRZ5-2024

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