RBI hilft Ukraine beim Wiederaufbau

Die ukrainische RBI-Tochter will die Energieresilienz des vom Krieg gebeutelten Landes finanzieren.

Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer führte Anfang März eine hochrangige österreichische Delegation in die Ukraine an, um die wirtschaftlichen Beziehungen zu vertiefen. Von der Raiffeisen Bank International (RBI) waren unter anderen der designierte Vorstandsvorsitzende Michael Höllerer und Valerie Brunner, Vorstandsmitglied für CIB Customer Coverage, dabei.

Ein Meilenstein für die RBI war die Unterzeichnung einer Absichtserklärung („Memorandum of Understanding“) durch den stellvertretenden ukrainischen Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft, Vitalii Kindrativ, und der Vorstandsvorsitzenden der ukrainischen RBI-Tochterbank, Natalia Gurina. Die Erklärung zielt auf eine landesweite Zusammenarbeit bei Energieeffizienz und Versorgungssicherheit ab. Die Energieresilienz der ukrainischen Gemeinden soll gestärkt werden, indem die Infrastruktur modernisiert und internationale Finanzierungen für den Wiederaufbau des Energiesektors mobilisiert werden. Geplant sei, dass vor allem Exportkreditinstrumente mit österreichischer Staatsgarantie zum Einsatz kommen, so die Bank.

„Die Gebietskörperschaften der Ukraine sind heute aufgrund veralteter zentralisierter Infrastruktur, kriegsbedingter Schäden und begrenzter finanzieller Möglichkeiten für eine rasche Modernisierung mit einer systemischen Verwundbarkeit des Energiesektors konfrontiert. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit, die wir heute in einer gemeinsamen Erklärung bekundet haben, unterstreicht das Verständnis des Wirtschaftsministeriums und der Raiffeisen Bank für die Notwendigkeit, eine dezentrale Energieerzeugung zu entwickeln, Fernwärmesysteme zu modernisieren und langfristige strukturierte Finanzierungsmechanismen zu verwenden“, erklärte Kindrativ.

Energieausbau hat Priorität

Die ukrainische RBI-Tochter sieht im Ausbau der Energieunabhängigkeit der Ukraine eine klare Priorität. Seit Kriegsbeginn wurden dazu bereits Kreditanträge in Höhe von insgesamt rund 3,5 Mrd. Hrywnja  – Anfang März entsprach das knapp 70 Mio. Euro – unterzeichnet. „Wir sehen die Notwendigkeit, hohe Summen privaten Kapitals für den Wiederaufbau der ukrainischen Energieinfrastruktur zu mobilisieren. Internationale Zusammenarbeit und Instrumente zur Risikominderung, beispielsweise österreichische Exportkreditmechanismen, sind für die Bereitstellung von privatem Kapital unerlässlich“, sagte Gurina.

Die intensivierte wirtschaftliche Partnerschaft zwischen Österreich und der Ukraine wird nicht nur zum Wiederaufbau der Ukraine beitragen, sondern auch deren Angleichung an EU-Standards für Nachhaltigkeit und Energieeffizienz vorantreiben.

AusgabeRZ12-2026

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