Wenn sich die steirischen Raiffeisenbank-Geschäftsleiter zum RV-Business Brunch treffen, stehen Austausch, Networking und neue Perspektiven im Mittelpunkt. Besonders war das Ambiente heuer bei der fünften Ausgabe: Die Kulisse des Schlosses Ottersbach in Großklein bot den rund 60 Gästen den passenden Rahmen für Dialog und neue Impulse.
Highlight des Vormittags war das Impulsreferat von KI- und Personalexpertin Monika Fuchs. Die Südsteirerin unterstrich mit ihrer Keynote zum Thema „Führen im Wandel – Change-Management als Erfolgsfaktor im Zeitalter von KI und Transformation“ die revolutionäre Entwicklung seit der Einführung der Künstlichen Intelligenz – mit massiven Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Unterstützt wurde „Die Füchsin“ in ihrem Vortrag von Avatar June, den sie selbst antrainiert hatte.
„Die Welt hat sich schon immer verändert. Nur die Geschwindigkeit ist jetzt viel höher“, erklärte Fuchs und betonte: „Die KI ist die schnellste Entwicklungswelle der Geschichte der Arbeitswelt.“ Als eine große Gefahr in der modernen Technik sieht die Expertin, dass sich der Unterschied zwischen Realität und Fälschung immer schwerer erkennen lasse und immer weniger kritisch hinterfragt werde. Für Führungskräfte sei es entscheidend zu erkennen, wo „die Reise hingehe“, wie sich Prozesse dadurch verändern werden und Mitarbeiter dafür abzuholen seien.
Berufswelt im Wandel
„Die Berufswelt wird sich massiv verändern. Berufe mit Technologie-Hintergrund, aber auch Pflege-, Sozial- und Umweltjobs werden massiv wachsen, solche im administrativen Bereich werden stark zurückgehen“, ist Fuchs überzeugt. Schon jetzt gebe es das Angebot von virtuellen Mitarbeitern am Markt, die man als Unternehmen leasen könne. Solche Assistenzsysteme würden auch sukzessive zunehmen, glaubt die Fachfrau. „Man wird diese Systeme in die Arbeitswelt integrieren müssen, aber gleichzeitig das Personal darauf vorbereiten und deren Ängste nehmen müssen. Wenn man sich als Arbeitgeber damit befasst, dann fallen die Ängste und die Menschen gehen mit.“
Für Führungskräfte sei es in Zukunft entscheidend, nicht nur die Arbeitsprozesse neu zu gestalten sowie das Lernen zu ermöglichen, sondern vor allem nah bei den Menschen zu sein und ihnen Orientierung zu geben. „Menschenzentrierte Führung wird immer wichtiger. Erfolgreiche Führung verbindet technisches Verständnis mit menschlicher Kompetenz. Die KI verändert nicht nur die Werkzeuge, auch die Führung“, so Fuchs.
Die Schlussbotschaft der Referentin war deutlich: Es werde nie wieder eine Welt ohne KI geben – aber: „Welche Rolle der Mensch darin spielt, entscheiden wir.“








