Weniger Firmenpleiten im ersten Halbjahr 2026

Im ersten Halbjahr schlitterten über 3.400 Betriebe in die Zahlungsunfähigkeit.

Die Zahl der Firmeninsolvenzen ist im ersten Halbjahr 2026 im Jahresvergleich um 1,6 Prozent zurückgegangen. Das Niveau bleibt aus Sicht der Gläubigerschützer von Creditreform aber „historisch hoch“. In den ersten sechs Monaten wurden insgesamt 3.443 Unternehmen zahlungsunfähig. Davon wurden 1.459 mangels Vermögens abgewiesen, was einem Zuwachs um 9 Prozent entspricht. 

Unter den eröffneten Insolvenzen gingen die Konkursverfahren stark zurück, während die Sanierungsverfahren deutlich mehr wurden. Die Bauwirtschaft bleibt laut Creditreform das „Sorgenkind“. Auf 1.000 Unternehmen habe es 19 Insolvenzen gegeben, insgesamt gingen in den ersten sechs Monaten 458 Baufirmen pleite. Die in absoluten Zahlen meisten Insolvenzen gab es mit 573 in der Branche der „unternehmensbezogenen Dienstleistungen“, die Insolvenzquote war mit 23,3 Pleiten pro tausend Unternehmen im Bereich „Verkehr- und Nachrichtenübermittlung“ am höchsten. 

Ein durchwachsenes Bild zeigt die Bundesländerauswertung: Den stärksten Zuwachs im Jahresvergleich gab es in Vorarlberg (plus 37,5 Prozent), gefolgt von Kärnten (plus 13,3 Prozent). Einen merklichen Rückgang verzeichnete mit fast 40 Prozent Tirol, gefolgt von Salzburg (minus 17,9 Prozent). In Wien (1.313 Pleiten) gab es kaum eine Veränderung zum Vorjahr.

Bei den Privatinsolvenzen habe es nach einem fast eineinhalbjährigen Rückgang im Juni und Juli dagegen einen starken Anstieg von 47,7 Prozent bzw. 69 Prozent gegeben, so Creditreform. Grund seien ausgelaufene Sonderregeln aus der Coronazeit. Im gesamten ersten Halbjahr (Jänner bis Juni) gab es demnach knapp über 5.000 Privatinsolvenzen, ein Plus von 5,2 Prozent. apa/lov

AusgabeRZ33-2026

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Mehr lesen

Aktuelles

Die Welt der Raiffeisenzeitung

Banner für die Newsletter Anmeldung
Banner: