In Oberösterreich zieht die Nachfrage nach Wohnbaufinanzierungen deutlich an. Im ersten Halbjahr 2026 wurden in der Raiffeisenbankengruppe Oberösterreich 3.409 private Wohnbaukredite neu abgeschlossen, ein Plus von 40,5 Prozent im Jahresvergleich, teilte die Bank mit.
Auch das Kreditvolumen bei Neuabschlüssen entwickelte sich stark positiv: Mit knapp 635 Mio. Euro lag es um 48,1 Prozent über dem Wert des ersten Halbjahres 2025. Bemerkenswert dabei: Das zur Jahresmitte erreichte Neuabschlussvolumen übertrifft bereits das Gesamtvolumen des Jahres 2024.
„Wir sehen eine klare Belebung der Nachfrage nach Wohnbaufinanzierungen. Viele Kunden setzen jetzt Wohnprojekte um, die sie in den vergangenen Jahren aufgrund des schwierigen Marktumfelds und der strengen Regelungen im Rahmen der KIM-Verordnung verschoben haben“, erklärt Reinhard Schwendtbauer, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank OÖ. Die steigende Nachfrage führt der Banker auf mehrere Gründe zurück. So hätten sich die Realeinkommen vieler Haushalte verbessert, wodurch wieder mehr finanzieller Spielraum für Projekte vorhanden sei.
Außerdem weist Schwendtbauer darauf hin, dass sich die Baukosten stabilisiert haben, was zu mehr Planungssicherheit beitrage. „Und auch das Zinsumfeld hat sich seit Mitte 2024 deutlich verbessert“, betont der Generaldirektor. Von einer Rückkehr auf das Niveau vergangener Bauboom-Jahre kann derzeit nicht gesprochen werden. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2022 wurden in der Raiffeisenbankengruppe OÖ 5.939 Wohnbaukredite mit einem Gesamtvolumen von 849,9 Mio. Euro abgeschlossen.








