Die Raiffeisen-Landesbank (RLB) Steiermark erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2026 ein Gesamtergebnis nach IFRS von 633,7 Mio. Euro, ein Plus von 493,5 Mio. Euro im Jahresvergleich. Geprägt war das Ergebnis von der außergewöhnlich guten Entwicklung der Beteiligung an der Raiffeisen Bank International (RBI), insbesondere durch den Bewertungseffekt in Höhe von 476,2 Mio. Euro. Aber auch die operative Basis der Bank verbesserte sich: Der Zinsüberschuss stieg auf 75,3 Mio. Euro (+19 Prozent), während der Provisionsüberschuss auf 23,6 Mio. Euro (+6,6 Prozent) zulegte. Und die Bilanzsumme nahm im Berichtszeitraum um 376,6 Mio. Euro auf 17,88 Mrd. Euro zu.
Bei der harten Kernkapitalquote (CET-1) verzeichnete die Bank einen leichten Rückgang um 1,4 Prozentpunkte auf 23,2 Prozent, während die Eigenmittelquote um 1,5 Prozentpunkte auf 23,3 Prozent sanken. Damit liege man aber weiterhin deutlich über den gesetzlichen Erfordernissen, so die Bank. Die regulatorischen Kennzahlen zu Kapital und Liquidität werden auch im zweiten Halbjahr 2026 deutlich über den regulatorischen Mindestquoten erwartet, hieß es.
„Unsere operativen Zahlen sind das Ergebnis einer intensiven Begleitung der Firmen- und Privatkunden, die gerade in den anhaltend herausfordernden Zeiten essenziell ist. Mit unserer starken Eigenmittelbasis und einer sehr guten Liquiditätsausstattung haben wir auch langfristig das Fundament, um Kunden sowohl bei Herausforderungen als auch in Wachstumsphasen zu begleiten“, kommentiert RLB-Steiermark-Generaldirektor Martin Schaller das Halbjahresergebnis.
Frisches Geld
Vor kurzem hatte die RLB Steiermark am internationalen Finanzplatz abermals eine Anleihe in der Höhe von 500 Mio. Euro platziert. Die Verzinsung beträgt 3,25 Prozent bei einer Laufzeit von fünf Jahren. Die Rekordnachfrage von mehr als 2,6 Mrd. Euro sei ein klares Zeichen für die Qualität und die Attraktivität der Bank als Emittent, betonte das Geldinstitut. Die RLB Steiermark verfüge über ein exzellentes „Aaa“-Rating von Moody’s für die gedeckten Schuldverschreibungen. Dies sei das bestmögliche Rating und bedeute für Investoren höchstmögliche Sicherheit. Das eingesammelte Volumen komme der heimischen Wirtschaft sowie Privaten über Finanzierungen zugute. Die Platzierung von Anleihen sei eine sinnvolle Ergänzung zur wichtigsten Säule der Mittelherkunft, der Kundeneinlagen, strich Schaller hervor.








