RWA unterstützt mit Heu-Bezugsaktion

Der RWA-Lagerhausverbund organisierte fehlendes Heu für Österreichs Landwirtschaft.

Die extreme Trockenheit hat diesen Sommer viele landwirtschaftliche Betriebe vor große Herausforderungen gestellt. Mit einer kurzfristigen Heu-Bezugsaktion reagierte der RWA-Lagerhausverbund auf die angespannte Grundfuttersituation. Bis zum Ende der Aktion am 31.  August wurden mehr als 1.200 LKW-Ladungen Heu geordert.

Trockenheit und Hitze haben in diesem Sommer einmal mehr gezeigt, unter welchen herausfordernden Bedingungen die Landwirtschaft wirtschaften muss. Geringere Erträge und schwierige Bedingungen für die Regeneration der Grünlandbestände führten dazu, dass sich die Grundfuttersituation auf zahlreichen viehhaltenden Betrieben zunehmend verschärfte.

1.200 LKW-Ladungen Heu

Um kurzfristig zusätzliche Futtermengen verfügbar zu machen, startete der RWA-Lagerhausverbund im August eine österreichweite Heu-Bezugsaktion. Dabei griff ein Rad ins andere: Die RWA Raiffeisen Ware Austria bündelte über ihr internationales Beschaffungsnetzwerk große Mengen Heu aus EU-Nachbarstaaten und organisierte die Logistik nach Österreich. Genossenschaften des RWA-Lagerhaus-Verbundes übernahmen den Verkauf vor Ort und wickelten die Bestellungen mit den landwirtschaftlichen Betrieben in ihren Regionen ab. Auch andere Partner der Genossenschaften, wie zum Beispiel der Maschinenring, beteiligten sich an der Aktion.

Die Resonanz war groß: Mehr als 1.200 LKW-Ladungen Heu wurden geordert – eine außergewöhnliche Menge, deren Auslieferung an die landwirtschaftlichen Betriebe derzeit läuft. „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele – dieser genossenschaftliche Grundgedanke hat sich in den vergangenen Wochen einmal mehr bewährt. Mehr als 1.200 LKW-Ladungen Heu in so kurzer Zeit zu organisieren und zu den Betrieben zu bringen, ist eine enorme Gemeinschaftsleistung. Unser Anspruch als RWA-Lagerhausverbund ist es, gerade in herausfordernden Situationen rasch und pragmatisch zu handeln und konkrete Lösungen für die heimische Landwirtschaft zu schaffen“, betont RWA-Vorstandsvorsitzender Johannes Schuster.

Bei der Aktion ging es nicht nur darum, zusätzliche Mengen zu organisieren. Wichtig waren auch Planbarkeit und eine möglichst einfache Abwicklung für die Betriebe. Angeboten wurde Heu aus EU-Herkunft in Rund- oder Quaderballen, wobei die Abgabe in kompletten LKW-Ladungseinheiten erfolgte. Bestellungen waren über die teilnehmenden Lagerhaus-Genossenschaften knapp zehn Tage lang möglich. Ein wichtiger Bestandteil war das verlängerte Zahlungsziel: Die Bezahlung der im Rahmen der Aktion bezogenen Heumengen ist erst im Dezember 2026 vorgesehen – zum Hauptauszahlungstermin der EU-Agrargelder durch die Agrarmarkt Austria. Damit wurde auch die in vielen Betrieben aktuell angespannte Liquidität berücksichtigt.

AusgabeRZ37-2026

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