Eigentumswohnungen: Innsbruck ist teuerstes Pflaster

Eigentumswohnungen kosten in der Tiroler Landes­hauptstadt mehr als doppelt so viel als in St. Pölten.

Die Preise für Eigentumswohnungen in Österreichs Landeshauptstädten gehen deutlich auseinander, zeigt eine Analyse von Raiffeisen Immobilien. Dafür wurde ein Durchschnittspreis für neue und gebrauchte Eigentumswohnungen im ersten Halbjahr 2026 ermittelt.

Laut dem Vergleich müssen Käufer das meiste Geld in Innsbruck auf den Tisch legen: Hier kostet der Quadratmeter im Schnitt 6.400 Euro und damit mehr als doppelt so viel wie in der günstigsten Landeshauptstadt St. Pölten (2.800 Euro). Eine große Bandbreite innerhalb der Tiroler Landeshauptstadt zeigt sich insbesondere beim Neubau: In guten Lagen werden derzeit rund 7.000 bis 9.000 Euro veranschlagt, in Toplagen auch bis zu 12.000 Euro. Gebrauchte Eigentumswohnungen in normalen bis mittleren Lagen können um rund 5.500 bis 7.000 Euro, in A-Lagen um etwa 7.000 bis 8.000 Euro erworben werden.

Bauen wird teurer

Mit deutlichem Abstand folgen Salzburg und Wien, wo der Quadratmeter durchschnittlich 5.500 Euro kostete. Deutliche Unterschiede gab es dabei zwischen neuen und gebrauchten Wohnungen. Zurückzuführen sei das vor allem auf die kräftig gestiegenen Baukosten. Während gebrauchte Wohnungen in zahlreichen Landeshauptstädten in den vergangenen Jahren günstiger wurden, sorgen höhere Errichtungskosten und ein sinkendes Angebot dafür, dass neue Wohnungen teurer werden. Für den Quadratmeter im Neubau muss man in der Mozartstadt rund 8.000 bis 8.500 Euro einkalkulieren, gebrauchte Wohnungen werden mit etwa 5.000 bis 5.500 Euro veranschlagt. Auch in Wien sind neue Eigentumswohnungen mit rund 7.200 Euro pro Quadratmeter deutlich teurer als gebrauchte mit rund 4.400 Euro.

Etwas günstiger notieren Wohnungen in Bregenz mit durchschnittlich 5.200 Euro, wobei neue Eigentumswohnungen um etwa 7.500 Euro und gebrauchte Wohnungen deutlich günstiger – je nach Lage, Baujahr, Zustand und Ausstattung – um 3.500 bis 5.700 Euro zu haben sind. Mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 4.200 Euro positioniert sich Linz in der Mitte des Städtevergleichs. Dort kostet eine neue Eigentumswohnung im Schnitt 5.500 Euro, während man gebrauchte Eigentumswohnungen um die 3.800 Euro bekommt. Dahinter folgen Klagen-furt mit einem Durchschnittspreis von 3.900 Euro, Graz (3.600 Euro), Eisenstadt (3.400) und als Schlusslicht St. Pölten (2.800 Euro). 

„Unsere Analyse zeigt sehr deutlich, wie unterschiedlich die Eigentumsmärkte in Österreichs Landeshauptstädten sind. Gleichzeitig muss man innerhalb jeder Stadt sehr genau zwischen Neubau und Bestand sowie zwischen einzelnen Lagen unterscheiden. Ein Durchschnittswert kann daher immer nur eine erste Orientierung sein“, erklärt Peter Weinberger, Sprecher von Raiffeisen Immobilien Österreich. Vor allem im Neubausegment rechne man aufgrund des knappen Angebots folglich auch mit weiteren Preissteigerungen.

AusgabeRZ38-2026

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