Herkunft: Mehr Transparenz auf dem Teller

LKÖ und WKÖ wollen gemeinsam neue Möglichkeiten für eine breitere Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie entwickeln.

Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ) und Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) starten ein gemeinsames Projekt für mehr Herkunftstransparenz in der Gastronomie. In den kommenden Jahren sollen vor allem digitale Möglichkeiten und Systeme geprüft werden, mit denen Gäste Informationen über die Herkunft zentraler tierischer Produkte erhalten können. Gleichzeitig sollen zusätzliche bürokratische Belastungen für Gastronomiebetriebe vermieden werden.

Das Projekt knüpft an die LKÖ-Initiative „Gut zu wissen“ an. Über diese wird derzeit bei jährlich rund 94,5 Mio. Essensportionen an 1.280 Standorten in Gemeinschaftsverpflegung, Gastronomie und Hotellerie die Herkunft der Primärzutaten Milch, Fleisch und Eier ausgewiesen. Das digitale System ermöglicht es, Herkunftsinformationen unter anderem über Speisekartenbeilagen, Aushänge oder digitale Anwendungen bereitzustellen. Die Angaben werden jährlich von unabhängigen Kontrollstellen überprüft.

Begleitet werden soll das neue Kooperationsprojekt von einer Expertengruppe mit Vertretern aus Gastronomie und Landwirtschaft. Diese soll Möglichkeiten für eine breitere und einheitliche Herkunftskennzeichnung ausloten und deren praktische Umsetzung laufend evaluieren.

„Ziel des Projekts ist es, am Ende des Tages eine Basis für eine flächendeckende, einheitliche Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie zu schaffen. Umgekehrt wird es auch notwendig sein, für Wirtinnen und Wirte, die das umzusetzen haben, Erleichterungen an anderer Stelle zu erwirken“, sagt LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger.

WKÖ-Präsidentin Martha Schultz verweist auf den Wunsch vieler Gäste nach mehr Informationen über die Herkunft der verwendeten Lebensmittel. Zugleich dürften daraus keine zusätzlichen Belastungen für die Betriebe entstehen. „Wir werden uns daher anschauen, wie mehr Herkunftstransparenz digital, praktikabel und ohne zusätzliche Bürokratie für unsere Betriebe funktionieren kann.“

AusgabeRZ40-2026

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