Mit dem First Closing des „Raiffeisen Capital Private Infrastructure I“ etablierte Raiffeisen Capital Management, Tochter der Raiffeisen Bank International (RBI), als erster heimischer Anbieter einen Fonds für private Infrastrukturinvestments. Zu den Ankerinvestoren zählen namhafte institutionelle Anleger aus Österreich, hieß es. Das angestrebte Fondsvolumen beträgt 150 Mio. Euro. Für RBI-Vorstandsmitglied Rainer Schnabl, Konzernverantwortlicher für das Asset Management, habe man „damit einen wichtigen Meilenstein erreicht“.
Im Fokus des Fonds stehen Investitionen in Infrastrukturprojekte wie Rechenzentren, Batterie-Energiespeichersysteme oder die Glasfaserleitungen. Diese seien nicht nur aus finanzieller Sicht attraktiv, sondern tragen auch zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung von Ländern und Regionen bei, streicht der Fondsanbieter hervor. Der in Luxemburg aufgelegte Fonds richtet sich an institutionelle und professionelle Anleger und ist als Finanzprodukt gemäß Artikel 8 der EU-Offenlegungsverordnung (SFDR) klassifiziert. Zeichnungen sind auch 2027 noch möglich, die Mindestinvestition beträgt eine Million Euro. Der Fonds strebt „eine deutlich zweistellige Rendite“ an.
Auch international will der Asset-Manager weitere Investoren gewinnen. „Für kommende Closings blicken wir über Österreich hinaus. Vor allem in Zentral- und Osteuropa registrieren wir konkretes Interesse an dem Produkt“, erklärt Hannes Cizek, CEO von Raiffeisen Capital Management. Bei der Umsetzung wird mit GCM Grosvenor zusammengearbeitet, einem international tätigen Asset-Manager mit Expertise im Bereich alternativer Anlagen. Die Kooperation soll den Zugang zu globalen Infrastrukturinvestments sowie zu Co-Investments und sogenannten Secondaries ermöglichen. Bei Letzteren erwerben Investoren
bestehende Beteiligungen an Fonds oder Infrastrukturprojekten, anstatt ausschließlich bei deren ursprünglicher Auflegung einzusteigen. Der Fonds investiert global, legt seinen Schwerpunkt allerdings auf Europa. Im Zentrum stehen dabei erneuerbare Energien, digitale Infrastruktur, Transport sowie Versorgungsinfrastruktur.








