Die Raiffeisenbank Gunskirchen wird in die Raiffeisenbank Wels übergehen und damit auch ihre fünf Bankstellen und die 64 Mitarbeitenden. Die künftige Raiffeisenbank Wels zählt dann 16 Bankstellen, mehr als 190 Mitarbeitende, über 53.000 Kunden sowie rund 11.500 Miteigentümer. Die technische Umsetzung der Fusion ist für Herbst 2026 geplant.
Mit der Verschmelzung wollen die beiden Banken der dynamischen Entwicklung des Wirtschaftsraums Wels/Wels-Land sowie den steigenden regulatorischen Anforderungen Rechnung tragen. Sofern die jeweiligen Generalversammlungen der Fusion zustimmen, entsteht damit die – aus heutiger Sicht – größte Raiffeisen-Primärbank Österreichs mit einer gemeinsamen Bilanzsumme von rund 2,6 Milliarden Euro.
Das Ziel der Fusion ist es, eine Regionalbank zu schaffen, die weiterhin vor Ort stark präsent ist, lokal entscheidet und gleichzeitig über die notwendige Größe verfügt, um auch komplexe Finanzierungen und Investitionsprojekte zu begleiten. „Unsere Banken stehen seit jeher für regionale Verantwortung, persönliche Kundennähe und langfristiges Denken. Dieser Schritt ist daher kein Bruch mit unserer Geschichte, sondern ihre konsequente Weiterentwicklung“, erklärt Michael Kammerer, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Gunskirchen. Denn „eine moderne Regionalbank braucht heute neben Nähe auch ausreichend Größe und Kompetenz. Genau diese Kombination schaffen wir mit der Fusion“, betont auch Roland Hechenberger, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Wels.
Regionaler Mehrwert
Durch die Bündelung der Kräfte entsteht eine Bank mit höherer Leistungsfähigkeit, stärkerer Marktpräsenz und mehr Möglichkeiten für Kunden, Unternehmen und Gemeinden. „Die neue Bank verbindet wirtschaftliche Stärke mit klarer regionaler Verankerung und Entscheidungswegen vor Ort“, betont Michael Hag, Vorstand der Raiffeisenbank Wels. „Dabei ist die Größe kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung, um die wirtschaftliche Entwicklung in der Region aktiv zu begleiten und nachhaltigen Wohlstand zu sichern.“ Denn die Region Wels und Wels-Land zählt mit zahlreichen führenden Unternehmen zu den stärksten Wirtschaftsräumen in Österreich. Mehr als 130.000 Menschen wohnen und arbeiten in dieser Region.
Mit dem Zusammenschluss eröffnen sich zusätzliche Möglichkeiten für alle wesentlichen Kundengruppen der Raiffeisenbank Wels. „Die Abdeckung der Region mit mehr Standorten und Beratern bringt vor allem den Privatkunden Vorteile, Kunden im gehobenen Vermögensbereich werden durch ein professionelles Private Banking Team umfassend betreut werden. Und für die regionale Wirtschaft entsteht eine starke Bank, die aufgrund der Größe ein hervorragender Finanzpartner ist“, zeigt sich Hechenberger überzeugt, in Zukunft Mehrwert für die Region schaffen zu können.
Umweltcenter als Alleinstellungsmerkmal
Ein wichtiger Bestandteil der fusionierten Bank bleibt das Umweltcenter, das die Raiffeisenbank Gunskirchen seit 2012 als die grüne Bank in Österreich etabliert hat. Die Umweltgarantie, die klare Zweckbindung der Gelder, der eigene Rechnungskreis sowie die unabhängige Prüfung bleiben unverändert bestehen. Auch die Zusammenarbeit mit der Genossenschaft für Gemeinwohl werde fortgeführt. Das Umweltcenter soll als eigenständiger Geschäftsbereich geführt und gezielt weiterentwickelt werden.
„Das Umweltcenter ist seit vielen Jahren ein wesentlicher Bestandteil der Raiffeisenbank Gunskirchen. Diese Green Banking-Kompetenz bringen wir in die neue Struktur ein und entwickeln sie konsequent weiter“, erläutert Michael Kammerer.
Die neue Bank bekennt sich zu einer nachhaltigen Ausrichtung und zur Weiterentwicklung im Rahmen der Green Finance Alliance, in der die Raiffeisenbank Gunskirchen als Gründungsmitglied seit 2022 aktiv war. „Mit dem Umweltcenter werden wir die Gestaltungskraft unserer Bank gezielt einsetzen, um ökologische und wirtschaftliche Zukunftsperspektiven in der Region und darüber hinaus zu verbinden“, bekräftigt Michael Hag den nachhaltigen Fokus.
„Wir wollen eine Bank sein, die nicht nur begleitet, sondern Zukunft aktiv gestaltet. Oder, wie es unsere Vision ausdrückt: Wir sind der Puls der Region und schaffen nachhaltigen Wohlstand“, so Hechenberger abschließend.








