Kathrein startet dynamisch ins Jahr 2026

Die Kathrein Privatbank blickt nach dem Rekordjahr 2025 optimistisch in die Zukunft.

Mit knapp 400 Gästen erreichte die Kathrein Privatbank gleich zu Jahresbeginn einen neuen Rekord. Noch nie waren so viele Kunden zum Neujahrsempfang ins Palais Ferstel gekommen, um sich einen Überblick über das Vorjahr und einen Blick auf die künftigen Marktentwicklungen zu holen. 

Für die Kathrein Privatbank war das Jahr 2025 ein Rekordjahr und das Kundenwachstum lag im Vorjahr erneut über der Peergroup, wie Stefan Neubauer, seit 1. Jänner 2026 Kathrein-Vorstandsvorsitzender, betont: „2025 war das erfolgreichste Jahr in der 101-jährigen Geschichte und wir starten auch dynamisch ins neue Jahr.“ 

Gemeinsam mit Finanzvorständin Eleonore Leder und Risikovorstand Gregor Höpler will das neue Vorstandstrio die Zukunft aktiv gestalten. Konkret will man die Kernkompetenzen weiter schärfen. „Wir wollen das ­Beratungsdreieck – Private Banking, Assetmanagement und Family Konsult – perfektionieren und noch näher an die Kunden herantragen“, erklärt Neubauer. Mit einem neuen Chief Investment Officer, der Name soll in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden, will man auch im Assetmanagement, dem „Maschinenraum der Bank“, neue Akzente setzen. Zudem will man die IT verbessern. „Trotz Regulatorik wollen wir digitaler werden und durch den Einsatz neuer Technologien die Erwartungen unserer Kunden noch besser erfüllen“, erklären die neuen Vorstände. 

Positive Entwicklung erwartet

Beim Neujahrsempfang ging es aber nicht nur darum, die neuen Köpfe vorzustellen, sondern auch eine Marktanalyse zu geben, die Eva Fördermayr, neue Leiterin des Private Banking, gemeinsam mit Neubauer vornahm. Das abgelaufene Jahr markierte eine fulminante Entwicklung bei Gold und die Aktienmärkte waren trotz „erratischer Trumppolitik“ die zweitbeste Assetklasse. Der österreichische Aktienmarkt hat im Vorjahr mit 51,5 Prozent Plus deutlich outperformt, genauso wie der europäische Aktienmarkt mit einem Plus von 20,2 Prozent den US-Markt mit Plus 4,4 Prozent deutlich geschlagen hat. Die positive Entwicklung an den Aktienmärkten wurde unter anderem von den positiven Erwartungen an die Künstliche Intelligenz getrieben. „Wir sehen aber keine KI-Blase“, so Neubauer. 

Eva Fördermayr erwartet auch 2026 eine positive Aktienentwicklung beeinflusst von geringeren Rezessionsrisiken, US-Zins- und Steuersenkungen und einer stärkeren Resilienz in der Europäischen Union durch das Investitionsprogramm in Infrastruktur und Rüstung sowie Friedensambitionen im Ukraine-Krieg. US-Zinssenkungen dürften auch positiv auf die Anleihenmärkte wirken, vor allem der Unternehmensanleihenmarkt erscheine attraktiv. Und auch der Goldpreis dürfte weiterhin hoch bleiben. 

„Aktives Hinschauen anstatt bloßer Hoffnung“, lautet die Devise von Kathrein, deshalb sei man im Moment auch bei Aktien übergewichtet und setzt stärker auf europäische und weniger auf US-Titel. Die Dollar-Absicherung habe sich bereits im Vorjahr bezahlt und die werde man weiterhin beibehalten. 

Unklare Zukunft

„Die Zukunft war früher klarer“, erklärt Trendforscher Tristan Horx. Das Grundmissverständnis ist dabei, dass man die Zukunft in linearer Bewegung erwartet, sie sich allerdings in Schleifen entwickelt. In der „Rekursionstheorie“ geht man davon aus, dass auf jeden Trend ein Gegentrend einsetzt. Die Welt befinde sich momentan vor allem in einer „kognitiven Krise“, so Horx, das heißt, die Menschen selbst werden zwar immer glücklicher, beurteilen allerdings die Gesamtsituation deutlich schlechter. Das demografische Problem dürfe dabei nicht unterschätzt werden: „Man muss Zukunft und Tradition zum Kommunizieren bringen. Rebellion und Weisheit kombinieren“, rät Horx zu einem stärkeren generationsübergreifenden Austausch. 

Kathrein-Stiftungspreis 

Der feierliche Rahmen im Palais Ferstel wurde auch für die Vergabe des Kathrein-Stiftungspreises genutzt. Zum 21. Mal wurden herausragende Arbeiten zum Stiftungsrecht ausgezeichnet. Privatstiftungen sichern in Österreich 350.000 Arbeitsplätze, erzeugen eine Bruttowertschöpfung von 35 Mrd. Euro jährlich und zeichnen sich durch eine hohe Flexibilität aus und sichern Beteiligungen über Generationen. Heuer wurden zwei Forscherinnen ausgezeichnet. Ulrike Prokes überzeugte heuer die Jury und erhielt den Stiftungspreis, gestaltet von Stefan Umdasch. Michelle Kalt erhielt für ihre Arbeit den Anerkennungspreis.

AusgabeRZ03-2025

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Mehr lesen

Aktuelles

Die Welt der Raiffeisenzeitung

Banner für die Newsletter Anmeldung
Banner: