Raiffeisen beteiligt sich an Wero

Führende heimische Banken wollen das Bezahlservice der European Payments Initiative etablieren.

Führende österreichische Banken – die Raiffeisen Bank International (RBI), die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, die Raiffeisen-Landesbank Steiermark und die Erste Bank Österreich – sind der European Payments Initiative (EPI) als Anteilseigner beigetreten. Damit soll die Reichweite der europäischen Zahlungslösung Wero weiter ausgebaut und die digitale Souveränität Europas gestärkt werden, teilte die RBI mit. Österreich sei ein strategischer Wachstumsmarkt für Wero und trage dazu bei, eine starke Grundlage für die Markteinführung und das künftige Wachstum von Wero zu schaffen.

„Ihr Engagement stärkt die Dynamik hinter Wero zu einem Zeitpunkt, an dem unsere Expansion in Europa weiter an Fahrt gewinnt. Mit inzwischen mehr als 55 Millionen Nutzern und weiterem erwarteten Wachstum durch die laufende Expansion in Luxemburg, den Niederlanden und nun auch Österreich tritt Wero in eine neue Wachstumsphase in Europa ein“, freut sich EPI-CEO Martina Weimert.

Strategische Weichenstellung 

Kunden sowie Händlern innovative Alternativen beim Zahlungsverkehr wie Wero anzubieten, sei ein wichtiger Schritt hin zu mehr Auswahl und Effizienz, betonte auch der scheidende RBI-CEO Johann Strobl und stellt klar: „Wir sind entschlossen, den Ausbau und die Nutzung dieser Lösungen in unseren Märkten aktiv voranzutreiben.“ Auch sein designierter Nachfolger an der RBI-Spitze Michael Höllerer, Generaldirektor bei Raiffeisen NÖ-Wien und Obmann der WKÖ-Bundessparte Bank und Versicherung, betont die Wichtigkeit des Projekts: „Europa braucht einen leistungsfähigen, unabhängigen und innovativen Zahlungsverkehr – und Österreich muss diesen aktiv mitgestalten.“

Die Beteiligung sei auch eine strategische Möglichkeit, die geplante Expansion von Wero in Zentral- und Osteuropa (CEE) aktiv voranzutreiben. Denn der Zahlungsverkehr sei derzeit in vielen dieser Märkte stark fragmentiert. „Genau hier kann eine einheitliche Lösung einen echten Unterschied machen“, weiß Höllerer. Basierend auf sofortigen Konto-zu-Konto-Zahlungen (A2A) optimiert Wero den Zahlungsverkehr in Europa, indem es Zwischenhändler in der Zahlungskette und die damit verbundenen zusätzlichen Kosten herausnimmt. Wero unterstützt bereits Zahlungen zwischen Privatpersonen und wird in Kürze auch Zahlungen an Gewerbetreibende einführen. Wero ist seit dem Jahr 2024 für Zahlungen in Deutschland, Belgien und Frankreich verfügbar.

AusgabeRZ26-2026

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