Die Hauptversammlung der RLB Steiermark stand heuer ganz im Zeichen der Hofübergabe im Aufsichtsrat: Nach fünf Jahren im Amt und gemäß den Statuten übergab Josef Hainzl seine Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender an Franz Pichler, der einstimmig zum neuen Aufsichtsratspräsidenten gewählt wurde.
Der Generaldirektor RLB Steiermark, Martin Schaller, bedankte sich in seiner Rede bei Hainzl „für viele Jahrzehnte Verantwortung für Raiffeisen, für sein Engagement und seinen Weitblick: „Die Verbundenheit von Josef Hainzl mit Raiffeisen hat tiefe Wurzeln und die Raiffeisen-Kernwerte Solidarität, Nachhaltigkeit und Regionalität sind fixer Bestandteil seines Denkens und Handelns. Er hat Meilensteine unserer Bank mitgeprägt und dazu beigetragen, dass wir in der Steiermark die wirtschaftliche Basis und Zusammenarbeit weiter stärken konnten.“
Wirtschaftliche Kompetenz
Mit Franz Pichler übernimmt ein erfahrener Raiffeisenfunktionär die ehrenamtliche Position des Aufsichtsratsvorsitzenden. Der 45-jährige Obersteirer war bisher stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Beruflich trägt er als Wirtschaftsdirektor des Benediktinerstifts Admont Verantwortung.
Pichler bedankte sich bei seinem Vorgänger für das starke wirtschaftliche Fundament: „Josef Hainzl hat die wichtigen Rahmenbedingungen für die strategische Weiterentwicklung der RLB Steiermark ermöglicht. Auf diesen können wir nun aufbauen und aus der Position der Stärke agieren.“ Als eine zentrale Aufgabe für die Zukunft sieht er die weitere digitale Transformation der Bank. „Mein Antrieb ist es, Bewährtes zu sichern und gleichzeitig Neues zu ermöglichen. Raiffeisen ist ein zentraler Partner der regionalen Wirtschaft – als Finanzierer, Impulsgeber und zunehmend auch als Innovationsbegleiter. Gerade in einem Umfeld mit wirtschaftlicher Volatilität, geopolitischen Unsicherheiten und steigendem Veränderungsdruck braucht es Stabilität und Gestaltungskraft. Unser Anspruch ist es, nicht nur zu reagieren, sondern Entwicklungen aktiv voranzutreiben.“
Gute Zusammenarbeit in der Bankengruppe
„Ich freue mich, dass Franz Pichler die Funktion übernimmt, er bringt dafür viel Erfahrung mit. Dank seiner Kompetenz und Zielstrebigkeit ist die Raiffeisen-Landesbank Steiermark in besten Händen“, sagt der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende. Hainzl bedankte sich in seiner Rede zudem für das Gemeinschaftliche in der Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark. „Dadurch konnte in den vergangenen Jahren, insbesondere durch das interne Strategieprojekt, die Leistungskraft des steirischen Raiffeisensektors deutlich intensiviert werden.“
Hainzl verwies auch auf die Verantwortung der Raiffeisenbanken gegenüber ihren Mitgliedern und dadurch auch auf die Chance, durch diese Kundennähe den wirtschaftlichen Erfolg in der Zukunft sicherzustellen: „Was Raiffeisen Steiermark stark macht, ist der Zusammenhalt zwischen den Raiffeisenbanken, der Landesbank und dem Raiffeisenverband“, sagt Hainzl.

„Teamplayer mit Handschlagqualität“
Der Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes (ÖRV), Erwin Hameseder, dankte Josef Hainzl für seine Tätigkeit für den österreichischen Raiffeisensektor und gratulierte zur gelungenen Hofübergabe: „Josef Hainzl hat mit seinem unternehmerischen Verständnis, seiner langjährigen Erfahrung und nicht zuletzt seiner bodenständigen Art die Entwicklung von Raiffeisen mitgestaltet. Er hat einen großen Beitrag dazu geleistet, dass die Raiffeisen-Bankengruppe Steiermark diese starke und verantwortungsvolle Rolle für die Wirtschaft und Gesellschaft leisten kann.“ Hainzl zeichne nicht nur seine Handschlagqualität und seine ruhige, sachliche und lösungsorientierte Art aus, sondern auch ein feinsinniger Humor und ein großes Verantwortungsbewusstsein für die Region. Für seinen „unermüdlichen Einsatz für die Raiffeisen-Idee“ zeichnete der Generalanwalt Josef Hainzl mit der Raiffeisen-Nadel in Silber aus.
Neue Tech-Offensive 2027
Neben der Wahl des neuen Aufsichtsratsvorsitzenden hob Generaldirektor Schaller auch die wirtschaftliche Bedeutung von Raiffeisen Steiermark hervor. „Die 39 regionalen Raiffeisenbanken und die RLB Steiermark haben sich in einem konjunkturell schwierigen Umfeld ausgezeichnet behauptet. Mit der äußerst starken Eigenmittelbasis sind wir ein starker Partner für die heimische Wirtschaft.“ Diese Stärke sei Ergebnis einer zukunftsorientierten Strategie sowie einer guten Kooperation innerhalb der Bankengruppe in der Steiermark.
Für 2027 kündigte Schaller eine große Digitalisierungs-Offensive an. Damit werde Raiffeisen parallel zur regionalen Stärke die führende Position bei digitalen Kundenservices ausbauen. „Wir haben die Strategie und die Kraft. Der große Hebel dafür liegt in der Zusammenarbeit im Sektor“, betont Schaller.








