RBI stärkt Position in Rumänien

RBI übernimmt Garanti BBVA Romania für 591 Mio. Euro. Die Bank könnte damit zur drittgrößten Bank Rumäniens aufsteigen.

Die Raiffeisen Bank International (RBI) und die Verkäufer – Tochtergesellschaften der spanischen Banco Bilbao Vizcaya Argentaria S.A. (BBVA) – haben eine Einigung über den Erwerb von 100 Prozent der Anteile an der Garanti BBVA Group Romania erzielt. Zum Paket gehören die Garanti Bank S.A. sowie die Leasinggesellschaft Motoractive IFN S.A. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt des Closings sowie der regulatorischen Genehmigungen.

Der Kaufpreis liegt bei 591 Millionen Euro, vorbehaltlich Anpassungen zum Closing. Auf Basis einer harten Kernkapitalquote von 15,5 Prozent für den RBI-Konzern ohne Russland zum Jahresende 2025 erwartet die Bank zum Zeitpunkt des Closings einen Rückgang der
harte Kernkapitalquote um rund 60 Basispunkte.

„Die RBI verfügt über eine starke Kapitalausstattung und strebt sowohl organisches Wachstum als auch solches durch Akquisitionen in ihren Kernmärkten an. Diese Transaktion ist ein bedeutender strategischer Schritt in einem der attraktivsten Bankenmärkte in Zentral- und Osteuropa, in einem Land, das wir sehr gut kennen“, sagt RBI-CEO Johann Strobl.

Das Closing wird für das vierte Quartal 2026 erwartet. Danach sollen die erworbenen Gesellschaften mit den bestehenden rumänischen RBI-Einheiten zusammengeführt werden. Die Bank verweist dabei auf operative und kostenseitige Synergien.

Die Garanti Bank S.A. wies zum Jahresende 2025 eine Bilanzsumme von rund 4 Mrd. Euro aus, was einem Marktanteil von etwa 2 Prozent entspricht. Die rumänischen RBI-Tochtergesellschaften kamen zum selben Stichtag auf eine Bilanzsumme von insgesamt 17,5 Mrd. Euro und betreuten 2,3 Millionen Kunden. Auf Basis der Marktanteile im ersten Halbjahr 2025 würde die Raiffeisen Bank S.A. nach der Übernahme gemessen an der Bilanzsumme voraussichtlich zur drittgrößten Bank Rumäniens aufsteigen.

Die RBI verweist zudem auf das strukturelle Wachstumspotenzial des rumänischen Bankenmarkts sowie auf die wirtschaftliche und geografische Bedeutung des Landes innerhalb der EU.

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