Risiken im Depot reduzieren

Der Iran-Krieg sorgt für Verunsicherung bei den Anlegerinnen und Anlegern. Heike Arbter, , Leiterin Raiffeisen Zertifikate in der Raiffeisen Bank International, informiert über Risikosteuerung mit Hilfe von Teilschutzzertifikaten.

Die Experten von Raiffeisen Research sehen aufgrund des Iran-Krieges die Gefahr von deutlichen Kurskorrekturen an den Aktienmärkten. Gleichzeitig steigt die Angst vor einer Rückkehr der Inflation. Viele Anlegerinnen und Anleger stellen sich daher die Frage, welche Handlungsalternativen sie haben, um ihr Depot vor Kurskorrekturen und ihre Ersparnisse vor der Geldentwertung zu schützen.

Grundsätzlich sind drei Optionen denkbar: Market Timing, Buy and Hold oder eine gezielte Risikosteuerung. Psychologisch ist es nachvollziehbar, jetzt aus dem Aktienmarkt auszusteigen und die Kursgewinne der vergangenen Jahre zu realisieren, um später wieder bei günstigen Kursen in den Markt einzusteigen. Leider ist Market Timing in der Umsetzung oftmals schwierig, denn es gelingt nur sehr selten, den richtigen Wiedereinstiegszeitpunkt zu finden. Alternativ könnten die Anlegerinnen und Anleger die aktuelle Situation einfach „aussitzen“. In der Vergangenheit war eine Buy-and-Hold-Strategie durchaus erfolgreich. Seit 1965 hat der deutsche Leitindex DAX 18 Bärenmärkte durchlaufen. Im Schnitt betrug die Kurskorrektur 35 Prozent und es dauerte 43 Monate, bis das alte Kursniveau wieder erreicht wurde. Wer auf Buy and Hold setzt, muss – zumindest in der Vergangenheit – nicht nur einen langen Anlagehorizont, sondern auch ein gutes Nervenkostüm mitbringen.  

Risikosteuerung mit Teilschutzzertifikaten

Die dritte Option könnte eine Risikosteuerung mit Hilfe von Teilschutzzertifikaten sein. Mit diesen Produkten können Anlegerinnen und Anleger auch bei seitwärts laufenden oder moderat fallenden Aktienmärkten Renditen über der zu erwartenden Inflationsrate erzielen. Wir haben im Oktober 2010 unsere Flaggschiff-Serie „Bonus&Sicherheit“ gestartet. Diese umfasst mehr als 260 Emissionen. Das Besondere an dieser Serie ist, dass sie ausschließlich Bonus-Zertifikate mit einem sehr großen Sicherheitspolster umfasst. Basiswert ist entweder ein bekannter Aktienindex oder Gold. Anlegerinnen und Anleger sind gegen Kursverluste des Basiswerts bis zu 51 Prozent oder mehr geschützt. Im Falle einer Barriereverletzung sind sie jedoch eins zu eins dem Marktrisiko ausgesetzt. Das heißt, in diesem Fall ist der Verlust eines wesentlichen Teils des eingesetzten Kapitals bis hin zum Totalverlust möglich.

Nur bei einem der mehr als 260 Zertifikate ist dieses Szenario bislang eingetreten – und zwar während des Corona-Crashs im März 2020. Im Durchschnitt hätten die Anlegerinnen und Anleger mit unserer „Bonus&Sicherheit“ Serie eine Rendite von 4,38 % p.a. erzielt. Dabei ist zu beachten, dass die Wertentwicklung der Vergangenheit keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Wertentwicklung zulässt. Zudem besteht neben dem bereits angesprochenen Marktrisiko im Falle einer Barriereverletzung das Emittentenrisiko. Das bedeutet, dass die Rückzahlung des Kapitals von der Zahlungsfähigkeit des Emittenten abhängt. 

Mehr Infos auf unserer Website: 
www.raiffeisenzertifikate.at

Mehr lesen

Aktuelles

Die Welt der Raiffeisenzeitung

Banner für die Newsletter Anmeldung
Banner: