Der börsenotierte Lebensmittelkonzern Agrana leidet weiter unter dem Zuckergeschäft. Vorläufigen Zahlen zufolge legte zwar das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2025/26 (1. März 2025 bis 28. Februar 2026) um 4,7 Mio. Euro im Jahresvergleich auf 81,2 Mio. Euro zu, allerdings brach das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) von 40,5 Mio. auf 3,2 Mio. Euro kräftig ein. Das Ergebnis aus Sondereinflüssen rutschte um 37,7 Mio. Euro noch tiefer in den roten Bereich auf minus 74,1 Mio. Euro. Darin sei auch eine nicht zahlungswirksame Wertminderung auf Anlagevermögen im Segment ACS – Zucker in Höhe von 46,0 Mio. Euro enthalten, teilte Agrana mit. Und auch die Umsatzerlöse der Gruppe gingen im Jahresvergleich um knapp 7,9 Prozent auf 3,24 Mrd. Euro zurück.
Der Vorstand schlägt für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Halbierung der Dividende im Jahresvergleich auf 35 Cent je Aktie vor. Bezogen auf den Schlusskurs zum Geschäftsjahresende entspreche dies einer Dividendenrendite von 3,0 Prozent, hieß es. Das Ergebnis je Aktie verschlechterte sich von -0,07 auf -0,64 Euro. Die Ausschüttungen würden sich nicht nur am Ergebnis, sondern auch am Cashflow sowie an der Verschuldungssituation des Konzerns orientieren – „bei gleichzeitiger Wahrung einer soliden“ Bilanzstruktur. Die Hauptversammlung des Lebensmittelkonzerns ist für den 3. Juli geplant.
Positiver Ausblick
Für das laufende Geschäftsjahr 2026/27 ist der Vorstand wieder positiver gestimmt: Das EBIT sollte im ersten Quartal deutlich über dem Vorjahreswert von 5,7 Mio. Euro liegen und auch im gesamten Geschäftsjahr deutlich um mehr als 50 Prozent über dem Vorjahreswert – zwischen 70 und 90 Mio. Euro – kommen. Und beim Umsatz wird eine Zunahme zwischen 1 und 5 Prozent erwartet. Die Prognose fuße darauf, dass der Krieg im Nahen Osten temporär und regional begrenzt bleibe, die physische Versorgung mit Energie und Rohstoffen gewährleistet sei und es im Laufe des Geschäftsjahres 2026/27 zu keinen massiven Verwerfungen auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten komme, erläuterte der Konzern. Weitere Details zum Ergebnis werden am 12. Mai veröffentlicht.








