Die Raiffeisen Lagerhaus Salzburg GmbH (RLS) wird Genossenschaftsmitglied der Raiffeisen Ware Austria (RWA). Mit ihrem Eintritt als Mitglied der RWA-Genossenschaft verstärkt die RLS künftig den genossenschaftlichen Warensektor und vertieft die Zusammenarbeit mit dem österreichischen Lagerhaus-Verbund.
Ziel ist es, die Zusammenarbeit insbesondere im Einkauf auszubauen und gemeinsame Potenziale in den Geschäftsfeldern Agrar, Technik, Energie und Retail besser zu nutzen. Die Marke Lagerhaus soll gestärkt und weiterentwickelt werden. Die RLS bleibt dabei ein eigenständiges Salzburger Unternehmen. Für Kunden, Mitarbeitende und die Salzburger Lagerhaus-Genossenschaften ändert sich durch den Beitritt der RLS zur RWA nichts. Prozesse und Strukturen der RLS bleiben unverändert.
RWA-Vorstandsvorsitzender Johannes Schuster bezeichnet den Schritt als richtungsweisend für den Lagerhaus-Verbund: „Mit dieser Kooperation wird ein historischer Meilenstein für die Weiterentwicklung des österreichischen Lagerhaus-Verbundes gesetzt. Wir freuen uns, ab sofort gemeinschaftlich eine starke Basis für die Lagerhaus-Genossenschaften und damit für die landwirtschaftlichen Betriebe in Österreich zu bilden. Ein starker Warenverbund ist die Grundlage für eine leistungsfähige heimische Versorgungsstruktur in der Landwirtschaft und in den Regionen vor Ort“, betont Schuster.
Mehr Kooperation, aber Erhalt der Selbstständigkeit
„Mit dem Zeichnen der Anteile in Höhe von einer Million Euro an der RWA gehen wir als RLS GmbH einen Schritt in dieser Partnerschaft. Außerdem werden wir auf Projektebene noch intensiver zusammenarbeiten als bisher. Wichtig ist aber auch, dass die RLS ihre Eigenständigkeit behält und weiterhin als selbstständige Einkaufsorganisation am Markt agiert“, sagt Anna Doblhofer-Bachleitner, Mitglied der Geschäftsleitung im Raiffeisenverband Salzburg (RVS) und Eigentümervertreterin des RVS in der RLS.
Die engere Zusammenarbeit soll vor allem dort ansetzen, wo beide Unternehmen voneinander profitieren können. Im Mittelpunkt stehen gemeinsame Einkaufsaktivitäten, der Austausch von Know-how sowie die Weiterentwicklung von Lösungen für Landwirtschaft und ländlichen Raum. In den kommenden Monaten werden beide Unternehmen ausloten, in welchen Bereichen zusätzliche Kooperationen möglich sind und ein Mehrwert für Mitglieder, Kunden sowie die Region erzielt werden kann.
„Eine verstärkte Kooperation macht aktuell mehr Sinn denn je. Die Zeiten im Handel und im Baugewerbe sind angespannt. Da helfen neue Synergien und Partnerschaften, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagt Martin Schiller, der gemeinsam mit Ilona Thape und Wolfgang Schröcker die Geschäftsführung der RLS bildet.
Genossenschaftliche Werte als Fundament
Auch für die RWA steht eine Stärkung des genossenschaftlichen Warensektors auf Basis eines genossenschaftlichen Werteverständnisses im Mittelpunkt. „Gerade in wirtschaftlich und gesellschaftlich herausfordernden Zeiten zeigt sich die Stärke des genossenschaftlichen Gedankens. Unser Ziel ist es, voneinander zu lernen, Kompetenzen in den Geschäftsfeldern Agrar, Energie, Technik und Retail besser miteinander zu vernetzen und vorhandene Synergien zu nutzen. So schaffen wir Mehrwert für alle Beteiligten und stärken gleichzeitig den gesamten genossenschaftlichen Warensektor – mit regionaler Verantwortung, unternehmerischer Eigenständigkeit und einem klaren Blick auf die Zukunft“, so Christoph Metzker, Mitglied des Vorstandes der RWA.
Dem RWA-Lagerhausverbund gehören Lagerhaus-Genossenschaften aus Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark und dem Burgenland an. Aus Kärnten ist derzeit eine Lagerhaus-Genossenschaft Mitglied. Insgesamt umfasst der Verbund 35 Lagerhaus-Genossenschaften mit rund 900 Standorten.
Zur Raiffeisen Lagerhaus Salzburg GmbH, einer 100-prozentigen Tochter des Raiffeisenverbandes Salzburg, gehören 24 Lagerhaus-Standorte, sieben Fachwerkstätten, 19 Tankstellen, zwei Tanklager in Salzburg-Lehen und Saalfelden, das Bio-Mischfutterwerk in Salzburg-Itzling sowie das 2023 errichtete Zentrallager in Salzburg-Bergheim.








