Die Raiffeisen Capital Management hat erstmals die Millionen-Marke bei laufenden klassischen Fondssparverträgen geknackt. Der Meilenstein wurde in den Märkten Albanien, Bosnien-Herzegowina, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowakei, Tschechien und Ungarn erzielt, wo die Raiffeisen Capital Management das Group Asset Management der Raiffeisen Bank International verantwortet. Zieht man auch die Ansparpläne der Pensionsfonds-Gesellschaften in Kroatien, Serbien und der Slowakei hinzu, kommt das Group Asset Management der RBI in der Region auf rund 2,4 Millionen Verträge.
Assets auf Allzeithoch
Konkret beträgt die Zahl der klassischen Fondssparverträge der RBI-Gruppe per Ende Juni 2026 1,04 Millionen, wobei die meisten Neuverträge in Tschechien (+22.000), Österreich (+18.000) und Rumänien (+10.000) abgeschlossen wurden. In Österreich verzeichnete Raiffeisen Capital Management im Jahresvergleich ein Plus von 4,2 Prozent auf 424.000 laufende Verträge. „Fondssparen zieht wieder – aus guten Gründen: Die Menschen erkennen, dass regelmäßiges Investieren in Fonds eine der effektivsten Möglichkeiten ist, langfristig Vermögen aufzubauen und der Inflation entgegenzutreten“, begründet Hannes Cizek, CEO von Raiffeisen Capital Management.
Die Assets under Management der RBI-Gruppe belaufen sich aktuell auf 73 Mrd. Euro – der höchste Wert in der Geschichte. Die Raiffeisen Bank International verfolgt dabei eine klare Wachstumsagenda, wie Rainer Schnabl, RBI-Vorstand und Konzernverantwortlicher für das Asset Management, betont: „Die RBI zählt zu den führenden Anbietern von Fondssparplänen in Zentral- und Osteuropa – und wir wollen diese Position weiter ausbauen. Dabei setzen wir auf drei Säulen: die Vereinfachung von Produkten, den konsequenten Ausbau digitaler Vertriebskanäle und eine differenzierte Herangehensweise an jeden einzelnen Markt.“ In nahezu allen RBI-Märkten hätten sich mittlerweile digitale Abschlussmöglichkeiten etabliert – am erfolgreichsten in der Slowakei, in Tschechien und Rumänien. In kleineren Märkten wie Bosnien-Herzegowina oder Serbien ist die Umstellung auf digitale Kanäle erst vor Kurzem erfolgt. „In diesen Märkten steht derzeit noch die persönliche Beratung in den Filialen im Fokus“, betont Schnabl.
„Insgesamt ist Fondssparen ein wichtiger Ertragsbringer für die gesamte Gruppe. Gleichzeitig stärkt es die Kundenbindung und trägt dazu bei, breiten Bevölkerungsschichten niedrigschwellig den Zugang zu Kapitalmärkten zu ermöglichen und Vermögen aufzubauen“, erklärt der RBI-Vorstand. Die monatliche Fondssparrate liegt in den performancestärksten Ländern durchschnittlich zwischen 60 und 150 Euro, in anderen Märkten der Region teilweise deutlich darunter.
Digitale Transformation
Auch für Hannes Cizek ist der digitale Zugang zu Produkten und Services ein entscheidender Erfolgsfaktor im Asset Management. „Das Thema Robo-Advisory wird künftig eine noch viel größere Rolle in der europäischen Asset-Management-Industrie spielen – auch beim regelmäßigen Ansparen“, ist Cizek überzeugt. „Doch neben der digitalen Transformation braucht es auch innovative Fondsprodukte, die am Puls aktueller Investmentthemen liegen. Denn nur so lässt sich das Interesse der Anleger überhaupt wecken“, so Cizek.
Als Fondskompetenz-Center der RBI bündelt Raiffeisen Capital Management das Know-how der Gruppe im Asset Management und gibt es an die Asset-Management-Gesellschaften der RBI weiter. Gemeinsam werden passende Produkte und Anlagelösungen für die lokalen Märkte entwickelt.
Cost-Average-Effekt
Beim Fondssparen investieren Anleger regelmäßig – häufig monatlich – einen festen Betrag in einen Investmentfonds. Diese Fonds verteilen das investierte Kapital auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Mischfonds oder Immobilien. Dank der regelmäßigen Einzahlungen kommt der Cost-Average-Effekt zur Wirkung: Bei höheren Kursen werden weniger Fondsanteile erworben, bei niedrigeren Kursen mehr, was auf lange Sicht zu einem vorteilhaften Durchschnittspreis führen kann. Darüber hinaus kann der Zinseszinseffekt im Laufe der Jahre die Rendite entsprechend beeinflussen.








