RLB Vorarlberg: Starke Position im ersten Halbjahr

Die RLB Vorarlberg hat sich in der ersten Jahreshälfte 2026 solide entwickelt, das Ergebnis liegt über dem Vorjahresniveau.

Die Raiffeisen Landesbank Vorarlberg kann auf eine erfreuliche Entwicklung in den ersten sechs Monaten 2026 zurückblicken. Mit einem Ergebnis vor Steuern von 19,5 Mio Euro wurde der Vorjahreswert übertroffen. Getragen wurde die Entwicklung von höheren Erträgen bei gleichzeitig leicht gesunkenen Aufwendungen.

Die Betriebserträge stiegen gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 20,6 Prozent auf 57,3 Mio. Euro. Dazu trugen unter anderem höhere Erträge aus den Beteiligungen bei, insbesondere aus jener an der Raiffeisen Bank International. Die Betriebsaufwendungen gingen um 1,2 Prozent auf 32,8 Mio. Euro zurück. Das Betriebsergebnis erhöhte sich dadurch von 14,3 auf 24,5 Mio. Euro. 

Entsprechend zufrieden zeigt sich Vorstandsvorsitzender Michael Alge über die Entwicklung: „Wir können unsere starke Position auch in einem herausfordernden Umfeld erfolgreich behaupten. Dies unterstreicht das hohe Vertrauen der Menschen und Unternehmen in Raiffeisen.“ 

Die Bilanzsumme der RLB Vorarlberg wuchs gegenüber dem Jahresende 2025 um 1,3 Prozent auf rund 6,56 Mrd. Euro. Der Nettozinsertrag erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 16,8 auf 19,7 Mio. Euro. Auch das Provisionsergebnis legte zu und erreichte 7,4 Mio. Euro. Die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen stiegen von 11,5 auf 16,4 Mio. Euro. Davon entfielen 15,3 Mio. Euro auf die Ausschüttung der RBI. Unter dem Strich verblieb ein Halbjahresüberschuss nach Steuern von 15,4 Mio. Euro, nach 10,3 Mio. Euro im Vorjahr. Die harte Kernkapitalquote lag zur Jahresmitte bei 16,4 Prozent, die Gesamtkapitalquote bei 17,6 Prozent.

Plus bei Wohnbaukrediten

Eine erhöhte Nachfrage verzeichnete die Landesbank bei Wohnbaukrediten. Besonders gefragt seien derzeit gebrauchte Immobilien, während das Interesse an Neubauten weiterhin verhalten bleibe. Viele sehen dieses Eigentum auch als wichtigen Teil ihrer Pensionsvorsorge, was Alge begrüßt: „In der Pension mietfrei zu wohnen, schafft Sicherheit.“

Auch die regionalen Raiffeisenbanken hätten sich in den ersten Monaten des Jahres positiv und stabil entwickelt. Das wirtschaftliche Umfeld bleibe allerdings von politischen Unsicherheiten, einem hohen Kostenniveau und bürokratischen Hürden geprägt. Der Konjunkturmotor komme daher weiterhin nur langsam in Gang. „Wir begleiten die Betriebe und Menschen der Region auch in diesen Zeiten und stehen in den Startlöchern, wenn Stimmung und Umfeld wieder an Fahrt aufnehmen“, so Alge.

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