Die Raiffeisenlandesbank (RLB) NÖ-Wien hat ihren operativen Gewinn in den ersten sechs Monaten 2026 kräftig gesteigert. Das Bankergebnis vor Steuern legte im Jahresabstand um 57 Prozent auf 45,9 Mio. Euro zu. Einen gewaltigen Sprung machte das Konzerngesamtergebnis dank der Beteiligung an der Raiffeisen Bank International (RBI) von 284,7 Mio. auf knapp 1,59 Mrd. Euro.
Positive Entwicklung
Die Vervielfachung des Ergebnisses setzt sich aus einem anteiligen Periodenergebnis von 298,3 Mio. Euro (Vorjahr: 21,9 Mio. Euro) und einer Wertaufholung von knapp 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: -45,5 Mio. Euro) zusammen. Die Wertaufholung war dabei auf den Anstieg des Börsenkurses auf 55,9 Euro je Aktie zum 30. Juni 2026 (31.12.2025: 38,3 Euro je Aktie) zurückzuführen, teilte die Bank mit.
Die Kundenkredite der RLB NÖ-Wien stiegen – vor allem durch die positive Entwicklung der privaten Wohnbaufinanzierungen – um 132 Mio. Euro auf 16,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 16,1 Mrd. Euro). Dagegen gingen die Kundeneinlagen von 11,2 Mrd. auf 10,8 Mrd. Euro leicht zurück. Die Bank weist weiterhin eine stabile NPL-Quote von 3,4 Prozent aus. Zum Jahresultimo 2025 hatte diese noch 3,3 Prozent betragen.
Solide Basis für Investitionen
Und auch die Kapitalkraft wurde gestärkt: So lag die harte Kernkapitalquote (CET1-Ratio) zum Halbjahr 2026 bei 27,1 Prozent, ein Plus von 2,3 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahresende. Die Total Capital Ratio erreichte 28,8 Prozent, nach 26,9 Prozent Ende 2025. „Die Kapitalquoten liegen weiterhin deutlich über den regulatorischen Anforderungen. Damit hat Raiffeisen NÖ-Wien eine solide Basis, an der Seite der heimischen Unternehmen zu stehen und neue Investitionen zu ermöglichen“, teilte die Bank mit.
Neue Konzernstruktur
Um die Position am Kapitalmarkt weiter zu stärken, soll die Konzernstruktur neu geordnet werden. Vorstand, Aufsichtsrat und Geschäftsleitung der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien sowie der RLB NÖ-Wien fassten dazu am 20. Juli d.J. einen Grundsatzbeschluss. Vorgesehen ist, den Betrieb der Holding, insbesondere auch die Industriebeteiligungen, im Wege einer Downstream-Abspaltung auf die 100-prozentige Tochter RLB NÖ-Wien zu übertragen. Dem müssen aber erst noch die Generalversammlung der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien im September und auch die Europäische Zentralbank (EZB) zustimmen.








