Emba: Agrana startet in Slowenien

Mit dem Closing der Übernahme des slowenischen Konkurrenten Emba weitet Agrana die Produktion im Food-&-Beverage Solutions-Bereich aus.

Nach der Genehmigung durch die internationalen Wettbewerbsbehörden Ende März hat der Nahrungsmittel- und Industriegüterkonzern Agrana die Übernahme von Mercator-Emba d.o.o. („Emba“) in Slowenien erfolgreich abgeschlossen und ist erstmals mit einem eigenen Produktionsstandort im südlichen Nachbarland vertreten.

Die Agrana-Tochter firmiert nunmehr als „Agrana Fruit Emba“ und soll durch Synergien weiterentwickelt werden. Die jährliche Produktion der slowenischen Fabrik, die sich rund 30 Kilometer südlich von Ljubljana befindet, bezifferte deren Leiterin Darja Jamnik mit insgesamt 11.000 Tonnen. Das Unternehmen beliefere insgesamt 17 Länder überwiegend in Europa, aber auch Israel und Marokko. Die Übernahme des slowenischen Traditionsbetriebs, der mit rund 100 Mitarbeitenden einen Umsatz von rund 30 Mio. Euro erwirtschaftet, gelang nun im dritten Versuch. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Laut einem früheren Bericht von „Forbes Slovenija“ soll der Kaufpreis zwischen 40 und 45 Mio. Euro betragen haben, zuzüglich unbekannter Bedingungen.

Emba zählt zu den führenden Lebensmittelproduzenten für die Out-of-Home-Gastronomie („Food Service“), für Lebensmittelverarbeiter sowie für den Einzelhandel und zeichnet sich durch spezialisiertes Know-how in der Herstellung von Instant-Kakao-Produkten, Sirupen und Dessert-Toppings aus.

Agrana-CEO Stephan Büttner, Agrana-Fruit-Emba-CEO Darja Jamnik, Agrana Fruit Leiterin Food Service Anne-Laury Lartigue, Agrana-Fruit-GF Markus Wagner und Agrana-COO Franz Ennser beim Festakt anlässlich des Closings.
Agrana-CEO Stephan Büttner, Agrana-Fruit-Emba-CEO Darja Jamnik, Agrana Fruit Leiterin Food Service Anne-Laury Lartigue, Agrana-Fruit-GF Markus Wagner und Agrana-COO Franz Ennser beim Festakt anlässlich des Closings. © Agrana

Wachstum stärken

„Die neue Produktion in Slowenien spielt für unser Ziel, das Wachstum in Europa zu stärken, eine besonders wichtige Rolle. Der Kauf von Emba ermöglicht Agrana zusätzliche Absatzmärkte und Zugang zu weiteren Kundensegmenten im boomenden Food-Service-Bereich. Dies steht in vollem Einklang mit unserer Konzernstrategie „Next Level“, die auf profitables Wachstum im Geschäftsbereich Food & Beverage Solutions fokussiert ist“, betonte Agrana-CEO Stephan Büttner. 

Für Emba bedeutet die Transaktion den Übertritt „in eine neue Ära“, betonte CEO Darja Jamnik. Sie sei zuversichtlich, dass damit die langfristige Vision und Wachstumsstrategie umgesetzt werden könne und Emba „einen nachhaltigen Beitrag zum Erfolg der gesamten Gruppe“ leisten werde. 

Das breite Food & Beverage Solutions-Portfolio der Agrana umfasst Rezepturen wie Fruchtzubereitungen, Brown-Flavors, würzige Zubereitungen, Aromen, Sirupe und Saucen. Diese Produkte werden beispielsweise an Molkereien für Joghurtanwendungen, an die Eiscreme- und Backwarenindustrie, an Getränkehersteller sowie an Food Service-Unternehmen, wie Quick-Service-Restaurants, geliefert. Agrana betreibt in diesem Geschäftsbereich weltweit 37 Produktionsstandorte, davon 20 in Europa.

AusgabeRZ18-2026

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